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Enges Duell: Lars Bender (l.) im Zweikampf mit Stefan Leitl © getty

1860 München hat den erhofften Sprung aus dem Tabellenkeller verpasst und den Druck auf seinen Trainer Marco Kurz erhöht.

München - Der deutsche Meister von 1966 kam im oberbayerischen Derby gegen den FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und wartet somit auch nach dem sechsten Spiel weiter auf den zweiten Sieg.

Daniel Bierofka hatte die Löwen mit seinem dritten Saisontor in Führung gebracht.

"Wir haben gut nach vorne gespielt. Doch wir hätten das zweite und auch dritte Tor machen müssen, dann hätten wir Ruhe gehabt", meinte 1860-Coach Marco Kurz.

Doch Andreas Neuendorf glich für den Nachbarn noch aus (82.), bevor der Münchner Nicolas Ledgerwood in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte sah.

Ohne große Höhepunkte

31.000 Zuschauer sahen eine weitgehend ausgeglichene Begegnung ohne allzu viele Höhepunkte.

Die Löwen zeigten sich verglichen mit den jüngsten Auftritten vor allem kämpferisch und in der Defensive verbessert, obwohl die Viererkette in der Abwehr auf Torben Hoffmann verzichten musste.

Hoffmann verletzt sich

Der Routinier brach das Aufwärmen mit Problemen an den Adduktoren ab, für ihn rückte Timo Gebhart in die Mannschaft.

Gebhart spielte beim 1:0 eine entscheidende Rolle. Nach einer "Kerze" von FCI-Verteidiger Sören Dreßler blockte er Torwart Michael Lutz und legte den Ball zu Bierofka ab. Der Löwen-Kapitän hatte von der Strafraumgrenze aus keine Mühe, einzuschießen.

Ingolstadt legte seine Zurückhaltung erst nach dem Wechsel ab und kam jetzt auch zu Torchancen.

So rettete Sechzig-Keeper Philipp Tschauner gegen Ersin Demir (47.). Auf der Gegenseite traf Münchens Stürmer Manuel Schäffler in der 64. Minute mit einem Schuss aus 13 Metern nur das Lattenkreuz, Benjamin Lauth vergab nur wenig später in aussichtsreicher Position.

Traumtor von Neuendorf

Pech hatte Ingolstadt, dass Schiedsrichter Babak Rafati in der 74. Minute ein Festhalten von Gregg Berhalter im Löwen-Strafraum an Stürmer Vratislav Lokvenc übersah.

Ein Traumtor des eingewechselten Neuendorf, der aus 28 Metern volley vollstreckte, brachte dann aber den Ausgleich.

Die Gastgeber hatten ihre Besten in Bierofka und Gebhart. Auf Seiten der Gäste wusste vor allem Demir zu gefallen.

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