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Der Deutsch-Algerier Karim Benyamina wechselte 2005 von Babelsberg zu Berlin © getty

Auf den Aufsteiger wartet ein hartes Programm. Zum Auftakt kommen die "Roten Teufel", dabei wird BerlinsTop-Torjäger fehlen.

Berlin - Frech und unbekümmert mischte Aufsteiger Union Berlin bislang die Zweite Liga auf.

Doch jetzt beginnen für den Berliner Kultklub die "Wochen der Wahrheit".

In den nächsten drei Wochen treffen die "Eisernen" auf die drei Spitzenteams.

Zum Auftakt gastiert der 1. FC Kaiserslautern am Montag in der Alten Försterei (ab 20 Uhr LIVE).

Danach folgen Duelle beim FC St. Pauli und bei Arminia Bielefeld.

"Auf solche Spiele haben wir in der vergangenen Saison hingearbeitet, sie sind der Lohn für den Aufstieg", sagt Unions Trainer Uwe Neuhaus, dessen Team zwischen den Top-Partien noch Energie Cottbus zum Ostderby erwartet. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Rekordkulisse wird erwartet

Gegen die auswärts noch ungeschlagenen Pfälzer wird der bisherige Ligarekord von 17.500 Besuchern aus dem Spiel gegen Hansa Rostock wohl übertroffen.

Bis zu 19.000 Besucher werden in der dann ausverkauften "Alten Försterei" erwartet.

Union boomt und bietet seinen Fans im heimischen Stadion immer wieder fußballerische Leckerbissen.

In den sechs Heimpartien verließ der DFB-Pokalfinalist von 2001 (0:2 gegen Schalke 04) bislang fünfmal als Sieger den Platz.

Nur gegen die SpVgg Greuther Fürth (1:2) gab es eine Niederlage - an einem Montag.

Benyamina will wieder treffen

"Jetzt gibt es wieder ein Montagsspiel. "Wir haben etwas gutzumachen", sagt Stürmer Karim Benyamina.

Benyamina bereitete der sportlichen Leitung zuletzt leichte Sorgen. Der Deutsch-Algerier traf in den vergangenen fünf Spielen nicht mehr.

Neue Motivation holte sich der 27-Jährige am Mittwoch vor dem heimischen Fernseher.

Im Familienkreis bejubelte er die WM-Qualifikation Algeriens. Immer noch träumt Benyamina von einem Einsatz im Team der Nordafrikaner.

Mosquera nicht dabei

Auf Berlins zweiten Torjäger kann Coach Uwe Neuhaus dagegen nicht zurückgreifen.

John Jairo Mosquera, der mit sechs Treffer bester Torschütze ist, hat sich das rechte Kniegelenk verstaucht und droht auch am kommenden Sonntag beim FC St. Pauli auszufallen.

Zudem fehlt dem Aufsteiger gegen den FCK Stürmer Shergo Biran (Aufbautraining nach Schulterverletzung).

Solide finanzielle Situation

Nach Wunsch verlief es zuletzt in finanzieller Hinsicht.

Der Klub vermeldete auf seiner Mitgliederversammlung den höchsten Gewinn seit der Wiedervereinigung. In der Saison 2008/09 machte man einen Überschuss von 437.931 Euro.

Der Etat liegt bei 11,2 Millionen Euro mit Spielraum nach oben. Klub-Boss Dirk Zingler kündigte für die Winterpause Neuverpflichtungen an.

"Rote Teufel" wollen Spitzenreiter werden

Die "Roten Teufel" gehen nicht weniger motiviert in das Spitzenspiel. Durch den Patzer von Arminia Bielfeld bei den Löwen kann Kaiserslautern mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen.

Coach Marco Kurz kann personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Ivo Ilicevic steht nach überstandener Adduktorenverletzung wieder zur Verfügung.

Auch Verteidiger Rodnei ist wieder fit. Aufgrund von Knieproblemen pausierte der Brasilianer in der letzten Woche, wird nun aber die zweitbeste Defensive der Liga wieder tatkräftig unterstützen.

Gewinnt der derzeitige Tabellenzweite Kaiserslautern können sie ihren Vorsprung auf die viertplatzierten Berliner auf sieben Punkte ausbauen.

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