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Mike Terranova begann seine Profilaufbahn 1995 bei der SG Wattenscheid 09. © imago

Mike Terranova ist bei Rot-Weiß Oberhausen absoluter Publikumsliebling. Hauptziel des Routiniers bleibt aber der Klassenerhalt.

Oberhausen - Mike Sergio Terranova macht in jedem Zweitligaspiel ordentlich Kilometer.

Kämpfen und Rackern gehört für den 33 Jahre alten Angreifer als Teil des Malocherteams von Rot-Weiß Oberhausen ganz selbstverständlich zum Alltag.

"Es geht nicht um mich, sondern um die Mannschaft", sagt er.

"Auch wenn ich pro Spiel weniger Torchancen bekomme und viel defensiv arbeiten muss. Es bringt ja nichts, wenn ich vorne rumlaufe und pro Spiel zwei Tore mache, wir aber 2:3 verlieren."

Hauptziel bleibt nämlich der Klassenerhalt mit RWO und der einstellige Tabellenplatz am Saisonende ("Das ist gut für das Ansehen des Vereins").

Dafür bleibt Terranova flexibel. Wie mit Anfang 20, als er bei seinem damaligen Klub auch in der Vierer-Abwehrkette zum Einsatz kam.

Erheblicher Anteil am Durchmarsch

An den beiden Aufstiegen von Rot-Weiß Oberhausen aus der Oberliga zurück in die Zweite Liga hatte Terranova in den vergangenen drei Jahren durch viele Tore erheblichen Anteil:

"So ein Durchmarsch ist natürlich ein absoluter Traum."

Mit dem Höhepunkt beim entscheidenden Regionalligaspiel auswärts bei Union Berlin Ende Mai 2008, das Oberhausen mit 3:0 für sich entschied.

"Da hatte ich richtig Bammel"

"Da hatte ich zum ersten Mal in meiner Karriere richtig Bammel", berichtete er.

"Als wir durch den Kabinengang rauskamen, die aufgeheizte Atmosphäre in der Alten Försterei, gefühlte 50 Grad und dazu diese ganzen unrasierten und körperlich starken Berliner Spieler neben mir. Ich dachte nur: Mike, viel Glück."

Der Routinier behauptete sich aber auch dort, Publikumslieblinge bei RWO war er aber schon vorher.

"Fußballgott" - so nennen ihn die Oberhausener Fans schon seit dem Oberligaspiel gegen den GFC Düren im Jahr 2006.

Da hatte der gebürtige Wattenscheider mit italienischer Nationalität einen Sololauf über die linke Angriffsseite mit einem Tor erfolgreich abgeschlossen:

"Eine schöne Anerkennung"

"Das vergesse ich nie. Fußballgott ist eine schöne Anerkennung."

Vor dem Wechsel zu RWO hätte er woanders durchaus mehr Geld verdienen können, betont der Angreifer.

"Aber ich wollte hier in der Nähe wohnen bleiben und aus heutiger Sicht ist RWO ein echter Glücksfall", erzählt er.

Geld spielt nicht die Hauptrolle

"Weil ich hier viel Spaß habe und die Leute ehrlich und in Ordnung sind. Da ist es egal, wenn man weniger verdient. Und als es dann auch noch anfing, sportlich gut zu laufen, war das natürlich überragend."

Terranovas aktueller Vertrag bei RWO ist bis zum Ende der Saison 2009/2010 datiert. Was danach kommt?

"Wenn der Verein mit mir verlängern möchte, dann bleibe ich sehr gerne hier. Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl und kann mir vorstellen, nach der Karriere im Klub zu bleiben. Vorher will ich aber noch auf dem Spielfeld Gas geben."

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