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Martin Amedick wechselte 2008 von Borussia Dortmund nach Kaiserslautern © getty

Die "Roten Teufel" können sich mit einem Sieg gegen Bielefeld als Aufstiegsfavorit etablieren. Arminia ist weniger euphorisch.

Kaiserslautern - Ein Sieg fehlt noch, um das derzeit in Reihen des 1. FC Kaiserslautern noch etwas verpönte "A-Wort" endgültig salonfähig zu machen.

Sollten die Pfälzer am Montag das Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld (ab 20 Uhr LIVE) auf dem Betzenberg für sich entscheiden, dann kann eigentlich nur noch vom Aufstieg als Saisonziel die Rede sein.

Bis es soweit ist, üben sich Profis wie Verantwortliche des Traditionsklubs ungeachtet einer Ausbeute von 30 Punkten aus 13 Partien in vornehmer Zurückhaltung.

"Wir beschäftigen uns nicht mit der Bundesliga", beteuert FCK-Torhüter Tobias Sippel. (Datencenter: Ergebnisse und Tabellen)

"Das wird eine unglaubliche Stimmung"

Auch Vorstandsboss Stefan Kuntz schlägt in die gleiche Kerbe: "Unser Ziel ist es, am 30. Spieltag noch Aufstiegschancen zu haben. Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass wir zu diesem Zeitpunkt so viele Punkte auf dem Konto haben."

Über 40.000 Zuschauer werden gegen den derzeit um zwei Punkte schwächeren Drittplatzierten Bielefeld zum Flutlichtspiel im Fritz-Walter-Stadion erwartet.

"Das wird eine unglaublich Stimmung geben. Ich glaube, dass es auch das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans ist, was uns so stark macht", meint FCK-Kapitän Martin Amedick, der einst bei Bielefeld spielte.

Im günstigsten Fall könnten die Pfälzer drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde bereits zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz haben.

FCK nur bei Aufstieg konkurrenzfähig

Fest steht, dass für den chronisch klammen Klub die Rückkehr ins Oberhaus nach vier Jahren Abstinenz von existenzieller Bedeutung ist.

Kuntz, der derzeit mit der Stadt über eine erneute Reduzierung der Stadionmiete verhandelt, hatte zuletzt erklärt, dass der FCK künftig nur bei einem Aufstieg konkurrenzfähig sein wird. Miete und Unterhalt der Arena verschlingen jährlich rund fünf Millionen Euro.

Bielefeld zurück in der Realität

Bei Bielefeld ist die Atmosphäre ausgerechnet vor der Reise auf den Betzenberg frostig.

Das überraschende 0:1 am vergangenen Wochenende gegen 1860 München - der ersten Niederlage seit drei Monaten - hat die positive Stimmung gekippt.

Gerstner kündigt Wechsel an

"Die Mannschaft wird personell ein anderes Gesicht bekommen", kündigt Trainer Thomas Gerstner an: "Einige müssen sich deutlich steigern, ihre innere Einstellung überprüfen."

Auch Torhüter Dennis Eilhoff, der gegen die Löwen das erste Gegentor nach 843 Minuten hatte hinnehmen müssen, appellierte an seine Kollegen: "Es geht jetzt einzig und allein darum, dass wir als Team schleunigst wieder zurück in die Spur finden."

Kurz schiebt Arminia die Favoritenrolle zu

FCK-Trainer Marco Kurz lässt sich davon nicht beeindrucken und schiebt der Arminia die Favoritenrolle zu.

"Für mich ist Bielefeld der Topfavorit für den Aufstieg. Das ist eine auch in der Breite sehr gute Mannschaft", sagt Kurz und fügt schmunzelnd an: "Außerdem hat mein Bielefelder Kollege ja den Anspruch, als Tabellenerster aufzusteigen."

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