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Benjamin Lauth erzielte in fünf Spielen für 1860 ein Tor © getty

1860 München braucht gegen Ingolstadt einen Sieg. Vor allem die Offensivabteilung der "Löwen" konnte bisher nicht überzeugen.

München - Die Situation beim TSV 1860 München ist vor dem Bayern-Derby gegen den FC Ingolstadt (So, ab 13.45 LIVE ) eher angespannt.

In der Liga stehen die "Löwen" nur auf Rang 15 (3 Punkte), hinter dem Aufsteiger (6).

Die Erwartungen im 1860-Umfeld sind hoch, dementsprechend ist ein Dreier gegen den kleinen oberbayerischen Nachbarn fast Pflicht.

Immerhin gibt der Sieg im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg neuen Mut. Allerdings wurde das Weiterkommen im Elfmeterschießen (5:4) nach einer torlosen Spielzeit und Verlängerung errungen, die Offensive der "Löwen" schwächelt nach wie vor.

Nur fünf Treffer

"Wieso haben wir ein Stürmerproblem? Gegen Duisburg haben wir immerhin in drei Minuten fünf Tore geschossen. Das musst du erst mal schaffen", erklärte Trainer Marco Kurz nicht ganz im Ernst.

Denn es stehen nur fünf Ligatreffer zu Buche. "Es war nicht gerade fair, dass zuletzt die ganze Kritik auf Toni Di Salvo abgeladen wurde, denn nach dem Spiel in St. Pauli hätte ich nicht nur ihn, sondern auch Benny Lauth draußen lassen können", zeigte sich Kurz mit seinen Stürmern nicht zufrieden: "Und Kucukovic trainiert zwar derzeit ordentlich, muss aber noch konstanter werden."

"1860 mehr unter Druck"

Immerhin sieben Mal hat der FC Ingolstadt ins Schwarze getroffen.

Überhaupt ist die Situation bei den "Schanzern" entspannter. "1860 München steht deutlich mehr unter Druck als wir", sagt Trainer Thorsten Fink, der auf den ersten Auswärtssieg spekuliert. Ein spannendes Derby dürfte also garantiert sein.

Die anderen Sonntagspartien im Überblick:

Kaiserslautern - FSV Frankfurt

In Kaiserslautern kennt die Begeisterung derzeit keine Grenzen. Für die Partie gegen Frankfurt sind schon mehr als 30.000 Karten verkauft.

Doch Trainer Milan Sasic warnt: "Jeder sagt, gegen die müsst ihr normal gewinnen. Aber es gibt keine normalen Siege in der Zweiten Liga. Wenn wir nur einen Schritt zurückgehen, scheitern wir."

Bei den Hessen herrscht trotz des Pokalaus gegen Drittligist Carl Zeiss Jena (0:1) Vorfreude auf das Spiel in der Pfalz vor. "Das ist Bundesliga-Feeling pur, eine beeindruckende, laute Atmosphäre, von Spielen in Kaiserslautern hat man als kleiner Junge schon geträumt", sagt FSV-Manager Bernd Reisig.

Aachen - Freiburg

Die beiden Kontrahenten müssen vollkommen unterschiedliche Pokalerfahrungen verarbeiten. Während Aachen zu Hause gegen Ligakonkurrent Wehen-Wiesbaden (0:1) die Segel streichen musste, warf Freiburg den starken Bundesligisten 1899 Hoffenheim raus.

"Ich erwarte eine absolute Steigerung, ein Spiel mit absoluter Hingabe", sagt Alemannia-Trainer Jürgen Seeberger dementsprechend.

Sein Gegenüber Robin Dutt kann voll und ganz zufrieden sein, warnt aber vor der heißen Atmosphäre auf dem Tivoli: "Deshalb wird das nochmal ein richtig dicker Brocken, den wir aus dem Weg räumen müssen."

Augsburg - Mainz

Der FC Augsburg ist im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden. "Wir hatten im Pokal von der Mannschaft mehr erwartet, doch sie hat über weite Strecken zu ängstlich gespielt. Daher war die Leistung nicht gut", ärgert sich FCA-Trainer Holger Fach nach dem 0:2.

Fach fordert Wiedergutmachung: "Gegen Mainz muss jeder Spieler an die Grenze und wenn nötig auch darüber hinaus gehen, jeder Zentimeter des Rasens muss bearbeitet werden."

In Mainz ist nach dem Pokalsieg alles bestens. Allerdings sind die 05-er vor Auftritten im Süden gewarnt.

"Wenn wir Richtung Süden fahren, sagen wir nach Fürth oder Augsburg, dürfen wir einfach keine Punkte liegen lassen. In der vergangenen Saison ist das leider passiert, aber dieses Mal wollen wir es anders machen", erklärt Trainer Jörn Andersen.

Wehen-Wiesbaden - Ahlen

Aufsteiger Rot Weiss Ahlen ist vielleicht die Überraschungsmannschaft bisher und steht auf Rang vier. "Die Mannschaft hat wohl ihre vier, fünf Spiele gebraucht, um zu verinnerlichen, dass sie in der Zweiten Liga mitspielen kann", freute sich Trainer Christian Wück nach dem zuletzt starken Auftritt beim 2:2 gegen Hansa Rostock.

Mit einem Sieg gegen Wehen-Wiesbaden könnte sogar ein Aufstiegsplatz winken.

Dementsprechend groß ist auch der Respekt bei seinem Wücks Gegenüber Christian Hock: "RW Ahlen ist eine starke Mannschaft, die wir zu Hause aber schlagen müssen. Wir wollen das Selbstbewusstein aus dem Pokalsieg mitnehmen und endlich den ersten Dreier in der Liga einfahren."

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