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Tim Sebastian erzielte für die Rostocker bisher drei Saisontore © getty

Rostock will nach zwölf sieglosen Montagspartien in Cottbus zur Trendwende ansetzen. Die Lausitzer bangen um einen Abwehrmann.

Von Matthias Fiedler

München - Wenn im Stadion der Freundschaft der Ost-Schlager zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock steigt (Mo., ab 20 Uhr LIVE), geht es für die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mehr als um einen Sieg.

Denn die Rostocker, derzeit auf Tabellenplatz 15, wollen gegen den 13. aus Cottbus endlich ihren Montagsfluch beenden. Seit nunmehr zwölf Partien konnte Hansa zu Wochenbeginn nicht mehr gewinnen. (DATENCENTER: Zweite Liga)

"Es ist an der Zeit, dass wir diese Statistik brechen und zeigen, dass wir auch montags gewinnen können", erklärte Rostocks Trainer Andreas Zachhuber.

Historie spricht für Cottbus

Allerdings spricht die Statistik klar für Cottbus. Von bislang fünf Heimduellen seit der Wiedervereinigung mit Rostock gewannen die Lausitzer vier.

Nur in der Bundesligasaison 2002/2003 unterlagen sie den Hanseaten 0:4.

"Eine Partie wie jede andere"

Auch deswegen interssiert Zachhuber der Derby-Charakter wenig: "Für mich ist es kein Derby, sondern nur eines von 34 Spielen, das ich unbedingt gewinnen will", spielte er die Brisanz der Begegnung herunter.

Stattdessen will sich Zachhuber nach dem unglücklichen 0:1 gegen Kaiserslautern aufs Wesentliche konzentrieren und gibt ein klares Ziel aus:

"Wir müssen uns für unseren hohen Aufwand endlich belohnen. Ich erwarte eine sehr kampfstarke Cottbusser Mannschaft. Darauf habe ich mein Team vorbereitet."

"Cottbus will Aufwärtstrend forsetzen"

Gute Vorbereitung ist auch für Zachhubers Gegenüber Claus-Dieter-Wollitz das A und O. Nach dem 1:1 bei Union Berlin und dem 3:0-Sieg gegen Oberhausen wollen die Lausitzer ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

"Heißer Rasen"

Damit das gelingt, bat Wollitz seine Truppe zum Sonntagabend-Training extra pünktlich zur Anstoßzeit auf den Platz.

Selbst die Rasenheizung soll bei prognostizierten 4 Grad Celsius am Montagabend auf Hochtouren arbeiten und dafür sorgen, dass seine Jungs so schnell wie möglich heißlaufen.

Doch nur auf den Rasen will sich Wollitz nicht verlassen:

"Wollen Niveau halten"

"Wir haben in den vergangenen Spielen gute Ansätze gezeigt. Jetzt wollen wir das hohe Nivea endlich auch mal über 90 Minuten halten und gewinnen", sagte der Energie-Coach, dessen Mannschaft nur in zwei der vergangenen acht Partien als Sieger vom Platz ging (drei Niederlagen, drei Remis).

Kruska gesperrt

Sein Team muss er im Vergleich zu den beiden letzten Partien umstellen, weil Marc-Andre Kruska wegen der fünften Gelben Karte gesperrt ist.

"Stanislav Angelov wird auf der Sechser-Position spielen", legte sich der FCE-Coach fest. Wer für den bulgarischen Nationalspieler im rechten Mittelfeld aufläuft, ließ er indessen offen.

Fällt Brzenska aus?

Fraglich ist zudem der Einsatz von Abwehrspieler Markus Brzenska, der sich gegen Union Berlin eine Risswunde am Sprunggelenk zuzog. Alexander Bittroff hingegen plagen Wadenprobleme.

Bei den Gästen fallen definitiv Dexter Langen (Reha nach Knie-OP) und Stephan Gusche (Innenbandeinriss am Knie) aus.

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