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Michael Thurk wechselte im Januar 2008 von Eintracht Frankfurt nach Augsburg © imago

Der Augsburger Stürmer trifft derzeit aus allen Lagen. Nach seiner Vertragsverlängerung nimmt Michael Thurk den Aufstieg ins Visier.

München - Mit 33 Jahren hat Michael Thurk das sogenannte "beste Fußballer-Alter" längst hinter sich - und trotzdem befindet sich der Stürmer in der Form seines Lebens.

Am Montag erzielte er beim 4:1 (2:0)-Sieg des FC Augsburg gegen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern in seinem 17. Saisonspiel seinen 15. Treffer und kam damit seinem größten Ziel wieder mal ein bisschen näher.

"Die Bundesliga bleibt mein Traum, am liebsten mit dem FCA", sagt Thurk.

Thurks Traum lebt - auch und vor allem dank seiner Tore. Mit links, mit rechts und mit dem Kopf: Thurks Tore sicherten dem FCA elf der nach der Hinserie 28 Punkte.

"Er setzt ein klares Zeichen"

Ohne Thurk lägen die Schwaben auf Platz 15, mit ihm haben sie bei zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz 3 noch alle Chancen auf den ersten Aufstieg in die Eliteklasse. Grund genug für Thurk, seinen Vertrag zu verlängern.

Als Augsburg am Montagabend in der neuen Arena die Ausdehnung von Thurks Kontrakt bis 2012 bekannt gab, brandete unter den 23.124 Zuschauern spontan Jubel auf. Und auch die Verantwortlichen zeigten sich hoch erfreut.

"Schön, dass er sich für uns entschieden hat. Er setzt damit ein klares Zeichen", sagte Manager Andreas Rettig. Und Trainer Jos Luhukay meinte: "Micha spielt eine fantastische Saison. Zur Zeit ist er einfach fabulös und eminent wichtig für uns."

Persönliche Bestmarke schon in der Hinrunde geknackt

Bereits in der vergangenen Spielzeit habe Thurk mit 14 Toren "großen Anteil daran gehabt, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben", ergänzte Luhukay.

14 Tore bedeuteten für Thurk damals eine persönliche Bestmarke. Die hat er nun nach nur 17 Spielen geknackt.

"Meine Familie und ich fühlen uns hier richtig wohl. Deswegen läuft es so gut. Außerdem fühle ich mich nicht wie 33, eher wie 25", sagt Thurk über den Lauf, der ihn und den FCA in die Bundesliga führen soll.

Thurk hat noch eine Rechnung offen

Denn Thurk hat mit dem Oberhaus noch eine Rechnung offen. Zwar hat er dort mit Mainz 05 eineinhalb schöne Jahre mit 18 Treffern in 45 Spielen erlebt, mit seiner "Jugendliebe" Eintracht Frankfurt aber wurde er dort nicht glücklich.

Nach zwei Saisons mit dürftigen vier Törchen in 36 Spielen flüchtete der gebürtige Frankfurter zum FCA, wo er nun im reifen Fußballer-Alter sein Glück fand.

"Eintracht habe ich abgehakt"

"Die Eintracht habe ich abgehakt, da passte es einfach nicht", sagt Thurk. Dort musste er häufig auf der linken Seite spielen, in Augsburg steht er im Sturm-Zentrum.

"Ich muss in der Nähe des Tores sein", sagt er - wissend, dass er so auch dem Ziel Bundesliga näher kommt. "Das muss in dieser Saison noch nicht zwingend klappen. Aber auf längere Sicht wird hier sicher Bundesliga gespielt", sagt Thurk.

Er selbst will dann "natürlich" dabei sein. An das Ende seiner Karriere denkt er auch mit 33 noch lange nicht: "Ich möchte so lange Fußball spielen, wie mich meine Füße tragen."

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