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Auch beim letzten Spiel von Rostock gegen St. Pauli kam es schon zu Ausschreitungen © imago

Hansa Rostock gilt schon länger als Klub mit schwierigen Fans, doch jetzt greift der Verein richtig durch.

Rostock - Nach den Fan-Ausschreitungen beim Zweitligaspiel der rivalisierenden Klubs Hansa Rostock und FC St. Pauli (3:0) gibt es erste Konsequenzen.

Von den etwa 40 Rostock-Anhängern, die nach dem Abpfiff versucht haben, den Pauli-Fanblock zu stürmen, sind drei Randalierer identifiziert worden.

Sie werden mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt, gab Hansa am Mittwoch bei einer zweistündigen Pressekonferenz mit der Polizei sowie Staatsanwaltschaft bekannt.

Erstes Verfahren schon eröffnet

Zudem wurde erklärt, dass die Staatswanwaltschaft ein Sonderdezernat eingerichtet hat, das sich mit den Vorfällen vom vergangenen Freitag, bei denen insgesamt 15 Personen leicht verletzt wurden, beschäftigt.

"Die Behörde wird sehr viel Wert darauf legen, zügig und konsequent zu handeln, um abschreckend zu wirken", sagte Oberstaatsanwalt Peter Lückemann.

Am Dienstag wird vor dem Amtsgericht Rostock das erste Verfahren gegen einen Randalierer unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruch sowie schwerer Körperverletzung eröffnet.

Insgesamt waren 47 Personen vor dem Spiel festgenommen worden, weil sie die Gäste-Anhänger mit Flaschen und Steinen beworfen hatten.

Die Leine wird kürzer

Kriminaldirektor Peter Mainka, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, kündigte derweil ein Überdenken der bisherigen Politik an: "Die Leine wurde von uns lang gehalten, aber das Angebot wurde nicht angenommen."

Hansas Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow versicherte jedoch, dass sich unter den festgenommen Störenfrieden keine Anhänger aus organisierten Fanklubs und -gruppierungen befinden würden.

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