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Die Roten Teufel liegen haben mit 39 Zählern sechs Punkte Vorsprung vor St. Pauli © getty

Der 1. FC Kaiserslautern glänzt mit Phrasen und will vom Aufstieg nichts wissen. Die Abstiegskandidaten setzen auf neue Trainer.

Frankfurt/Main - Tobias Sippel absolvierte zwar ein Schnuppertraining bei den Eishockey-Cracks der Adler Mannheim.

Doch der Torhüter des Zweitliga-Spitzenreiters 1. FC Kaiserslautern will sich mit seinen Teamkollegen in der Rückrunde nicht aufs Glatteis führen lassen.

Wenn am Freitag die Zweite Bundesliga in die zweite Saisonhälfte startet, nimmt der viermalige deutsche Meister vier Jahre nach dem Abstieg die Rückkehr in die Eliteklasse ins Visier.

Neun Punkte liegt der FCK bereits vor dem Tabellendritten Arminia Bielefeld, doch trotz dieses Polsters zeugt die offizielle Sprachregelung bei den Roten Teufeln von Zurückhaltung.

Die Frage nach dem Saisonziel beantwortet Klubchef Stefan Kuntz jedesmal mit demselben Satz: "Wir wollen nach 30 Spieltagen zu den Mannschaften gehören, die um den Aufstieg spielen können."

"Es zählt nur das erste Spiel"

Auch Trainer Marco Kurz, der vor der Saison noch als dritte Wahl bezeichnet wurde und mittlerweile als Glücksfall gefeiert wird, hat die Philosophie des Vorstandsvorsitzenden bereits verinnerlicht.

"Ich schaue noch nicht auf den Mai. Es zählt nur das erste Spiel am Samstag bei Greuther Fürth", sagte der Coach, der sein Team in der Winterpause mit Markus Steinhöfer (Eintracht Frankfurt) und Pierre de Wit (Bayer Leverkusen) verstärkt hat.

Pauli feiert auf jeden Fall

Im Gegensatz zu den Pfälzern schauen die Anhänger des Tabellenzweiten bereits mit Vorfreude auf den Mai. Denn gefeiert wird beim FC St. Pauli auf jeden Fall: Am 15. Mai lassen es die Hamburger bei ihrem 100. Jubiläum richtig krachen.

Eine knappe Woche vorher sollen die Festwochen bei den Hanseaten mit dem Aufstieg eingeleitet werden.

Doch während die Fans schon jetzt mit glänzenden Augen an den letzten Zweitliga-Spieltag (9. Mai) denken, lässt Trainer Holger Stanislawski dieses Datum völlig kalt. Der Coach scheint mit seinem FCK-Kollegen Kurz denselben Rhetorik-Kurs belegt zu haben.

Stanislawski fordert noch mehr

"Mich interessiert jetzt nicht, wo wir im Mai stehen, ich beschäftige mich mit unserem ersten Auswärtsspiel am 16. Januar in Ahlen", sagte Stanislawski, der von seinen Schützlingen noch mehr Engagement als in der Hinrunde verlangt:

"Wir stehen zu Recht dort, aber es ist leichter, nach oben zu kommen als dort zu bleiben. Die Mannschaften hinter uns drängen nach vorn. Deshalb müssen wir noch mehr tun als in der Hinrunde."

Eilhoff: "Haben es selbst in der Hand"

Mehr tun müssen auch die Bielefelder. Die Ostwestfalen, die vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgegeben haben, liegen nur ein Tor vor dem überraschend starken Aufsteiger Fortuna Düsseldorf.

Doch trotz der sechs sieglosen Spiele in Folge zum Ende der Hinrunde herrscht beim Bundesliga-Absteiger große Zuversicht.

"Wir haben es selbst in der Hand. Es liegt alleine an uns, wieder in die Bundesliga zurückzukehren", sagte Torwart Dennis Eilhoff.

Klassenerhalt mit neuen Trainern

In neue Hände haben sich derweil die Abstiegskandidaten TuS Koblenz und SpVgg Greuther Fürth begeben.

Die neuen Trainer Petrik Sander (Koblenz) und Mike Büskens (Fürth) sollen den Absturz in die Dritte Liga verhindern.

Während Koblenz und Fürth realistische Chancen auf den Klassenerhalt besitzen, dürfte der Abstieg von Schlusslicht Rot Weiss Ahlen angesichts von lediglich acht Zählern auf dem Konto kaum noch abzuwenden sein.

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