vergrößernverkleinern
Cedrik Makiadi (l.) und Nicky Adler bejubeln das Duisburger 1:0 in Nürnberg © getty

Freiburg empfängt in der Spitzenpartie am Freitag den MSV Duisburg. In den übrigen beiden Spielen stehen die Teams unter Druck.

Von Matthias Becker

München - Das gemeine Zebra fühlt sich in südlichen Gefilden sehr wohl.

Der natürliche Lebensraum der Herdentiere erstreckt sich in Afrika südlich der Sahara.

Ganz so weit hat es die "Herde" des MSV Duisburg nicht verschlagen. Nach dem 1:0-Erfolg im Duell der Bundesliga-Absteiger beim 1. FC Nürnberg am Montag, setzen die "Zebras" am Freitag (ab 17.45 Uhr LIVE) aber immerhin ihre Auswärtstour durch den Süden der Republik mit der Partie beim SC Freiburg fort.

Durch den Erfolg beim Club ist die Partie in Freiburg ein echtes Spitzenspiel. Der Dritte (Freiburg) empfängt den Fünften (Duisburg).

"Wir spielen gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um den Aufstieg. Wir wollen gegen den MSV drei Punkte holen", erklärt SC-Trainer Robin Dutt.

Attraktivität durch Erfolg

Gleiches gilt aber natürlich auch für die Duisburger, die durch den Erfolg in Nürnberg, trotz der anhaltenden Kritik an der Spielweise und an Trainer Rudi Bommer, Selbstvertrauen getankt haben.

"Auswärts wollen wir mit einfachen Mitteln effektiv spielen", gibt Kapitän Ivica Grlic zu bedenken und nimmt seinen Coach gleichzeitig in Schutz: "Mit Selbstvertrauen und Erfolgserlebnissen kommt auch die Attraktivität zurück ins Spiel."

Der MSV fuhr von Nürnberg direkt nach Freiburg weiter. Dort wurde vor allem der Ex-Freiburger Tobias Willi begeistert empfangen. Allerdings wird ausgerechnet Willi am Freitag fehlen, er befindet sich nach seiner Knieverletzung noch in der Reha.

Robin Dutt hofft auf die Rückkehr von Pavel Krmas. Bei Torjäger Jonathan Jäger stehen die Chancen nach dessen Fußverletzung aus dem Pokalspiel gegen Hoffenheim "Fünfzig zu Fünfzig", so Dutt. Ziemlich sicher fehlen wird Kapitän Heiko Butscher.

Sport1.de hat das Wichtigste zu den übrigen beiden Freitagsspielen zusammengefasst:

? FSV Frankfurt ? TSV 1860 München

Aufsteiger FSV Frankfurt (Platz 13) durfte man zu diesem Zeitpunkt der Saison sicherlich im unteren Tabellendrittel erwarten - Gegner 1860 München (15.) allerdings kaum. Das wissen auch die Frankfurter Verantwortlichen. "Die Mannschaft mit ihren Top-Einkäufen wie Benny Lauth oder Mathieu Beda gehört in andere Tabellenregionen", sagt FSV-Trainer Thomas Oral zu den Gästen, ist aber auch mit dem Saisonstart seines Teams nicht glücklich.

"Natürlich bin ich unzufrieden, was die Punktzahl anbelangt", erklärt er. Man müsse "in Gefahrensituationen (...) konsequenter und kompromissloser agieren." Bei diesem Vorhaben steht Oral gegen die "Löwen" der wieder genesene Routinier Thomas Sobotzik zur Verfügung.

Kurz will "den Bock umstoßen"

In München ist trotz des mageren 1:1 im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt von einer "Fortsetzung des positiven Trends" die Rede. Angesichts der Tabellensituation stellt sich die Frage, worin dieser Trend bislang besteht.

Trainer Marco Kurz, der während der Woche dem Aufsichtsrat des Vereins Rede und Antwort stehen musste, will in Frankfurt jedenfalls "den Bock umstoßen." Das Team solle sich "so präsentieren, dass wir dort gewinnen können".

Dabei steht ihm nach abgesessener Rot-Sperre Neuzugang Beda zur Verfügung, fraglich ist noch der Einsatz von Routinier Danny Schwarz.

Rot-Weiß Oberhausen ? FC Augsburg

Das Kellerduell des 7. Spieltags steigt in Oberhausen. Der Tabellenletzte RWO empfängt den Drittletzten FC Augsburg.

Oberhausens Trainer Jürgen Luginger geht von einem Spiel aus, in dem "Nerven und Köpfe eine gleich große Rolle spielen". Verzichten muss RWO weiterhin auf den Ex-Augsburger Felix Luz, der sich nach seiner Knie-Operation weiter in der Reha befindet.

Augsburgs Coach Holger Fach hält die Partie für "ein Spiel mit klaren Vorzeichen". Beide Teams müssten punkten: "Das wird ein Kampf auf Biegen und Brechen".

Für diesen Kampf hofft er noch auf den Einsatz von Abwehrspieler Ingo Hertzsch, der zumindest schon wieder ins Lauftraining eingestiegen ist.

Wer steigt auf? Hier mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel