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Benny Lauth (M.) und Co. sind trotz sieben Spiele ohne Niederlage nicht euphorisch © getty

Nach sieben Spielen ohne Niederlage blicken einige 1860-Spieler bei Sport1.de nach oben, andere warnen vor zu hohen Erwartungen.

Von Guido Huber

München - Eigentlich müsste die Stimmung bei 1860 München prächtig sein.

Nach sieben Spielen ohne Niederlage und dem Sprung vom 15. auf den achten Platz stehen die Löwen seit langen wieder im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Doch von Euphorie ist bei den "Löwen" wenig zu spüren.

So nannte Stefan Aigner, Torschütze zum 3:0- Endstand gegen FC Hansa Rostock die Begegnung als "unschönes Spiel".

Und Trainer Ewald Lienen sprach von "einer der schwächsten Halbzeiten überhaupt".

"Müssen uns nicht schämen"

Vor allem die mangelnde Laufbereitschaft, zu wenig Druck auf den Gegner und allgemein fehlendes Engagement bemängelte der Coach.

Immerhin schränkte er ein: "Schämen müssen wir uns allerdings nicht für den Sieg."

Um die Erfolgsserie fortzusetzen, fordert Lienen aber eine erhebliche Steigerung im Duell am Sonntag (ab 13.15 Uhr LIVE) bei Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC.

"Ich denke, dass wir beim KSC ein besseres Spiel abliefern werden. Wir wollen da auf jeden Fall drei Punkte mitnehmen", erklärt Alexander Ludwig im Gespräch mit Sport1.de.

"Dann haben wir auch die Chance, noch weiter nach oben zu klettern."

Lauth trifft wieder

Dabei hofft er vor allem auf 1860-Idol Benny Lauth. Nach seinem Treffer gegen Lieblingsgegner Rostock (viertes Tor im vierten Spiel in Folge) war Lienen voll des Lobes.

"Gegen Hansa hat man wieder gesehen, wie wichtig Benny für uns ist. Auf ihn ist immer Verlass", sagte der Trainer.

Vor dem Tor hatte Lauth allerdings eine lange Durststrecke zu überstehen, vor seinem Treffer gegen die Rostocker hatte er zehn Spiele nicht mehr getroffen.

"So eine Phase gehört für einen Stürmer immer dazu. Aber es war natürlich wichtig für mich zu treffen. Daran wird man als Stürmer gemessen", meinte der Kapitän zu Sport1.de.

"Bei mir gibt es aber schon noch viel Luft nach oben."

Platz drei noch im Blick

Luft nach oben sieht er auch noch bei den Münchnern, den Relegationsplatz hat er bei acht Punkten Rückstand noch nicht abgeschrieben:

"Natürlich habe ich den im Blick. Aber noch sind wir im Mittelfeld und da ist es extrem schwer rauszukommen. Ruft man einmal nicht die entsprechende Leistung ab, ist man schnell wieder unten."

Deshalb warnt auch Teamkollege Aigner vor zu großen Erwartungen: "Immer wenn ich nach oben schaue, fallen wir gleich wieder runter. Deswegen ist es wichtig von Spiel zu Spiel zu schauen. Gegen den KSC wird es ganz schwer."

Für die ersatzgeschwächten Badener, die weiter auf ihre langzeitverletzten Stammkräfte Langkamp, Porcello und Timm auskommen müssen, setzte es allerdings nach der Winterpause zwei Niederlagen in Folge.

"Löwen" jagen Brasilianer

Während der KSC trotzdem noch keinen Spieler im Winter eingekauft hat, soll bei den "Löwen" nach Eke Uzoma (SC Freiburg) nochmal nachgelegt werden.

Laut "tz" stehen die Münchner in konkreten Verhandlungen mit dem brasilianischen Torjäger Kleber Pereira.

Der 34-Jährige wurde 2008 mit 21 Treffern Torschützenkönig in der brasilianischen Liga mit dem FC Santos und traf in insgesamt 93 Ligaspielen 51 Mal.

Darüber hinaus soll der TSV auch am 28-jährigen Val Baiano vom FC Santos Interesse haben.

Pourie und Wittek verlassen 1860

Dagegen verlassen Stürmer Marvin Pourie und Abwehrspieler Mathias Wittek den Klub.

Pourie kehrt zurück zu Schalke 04, während der 20-jährige Wittek zum FC Ingolstadt in die 3. Liga wechselt.

Auch Stümer Kenny Cooper hat die Münchner nach nur einem halben Jahr verlassen. Der US-Amerikaner, zuletzt nur zweite Wahl, wurde zum englischen Zweitligisten Plymouth Argyle ausgeliehen.

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