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Tabellenführer St. Pauli hat schon acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz © getty

Nach der Übernahme der Spitze bremsen Trainer und Präsident der Hanseaten die Euphorie. MSV-Coach Sasic bemängelt die Spielansetzung.

Duisburg - Trotz einer beeindruckenden Vorstellung und des Sprungs an die Tabellenspitze hielten die Verantwortlichen des FC St. Pauli den Ball flach.

"Die Tabellenführung ist unwichtig. Das ist nur eine schöne Momentaufnahme. Es sind noch vierzehn Spiele zu absolvieren", sagte Trainer Holger Stanislawski nach dem 2:0 (2: 0)-Erfolg beim Verfolger MSV Duisburg.

Besonders in den ersten 45 Minuten spielten die Norddeutschen die teilweise überforderten Duisburger an die Wand und untermauerten mit perfektem Konter-Fußball ihre Aufstiegsambitionen eindrucksvoll.

"Die erste Hälfte war sensationell. Es war die beste erste Halbzeit, die ich von der Mannschaft in dieser Saison gesehen habe", meinte Corny Littmann.

St. Pauli erstligareif

Aber auch der Präsident wollte nach dem dritten Sieg im dritten Spiel in diesem Jahr nicht in Euphorie verfallen.

"Die Tabellenführung ist ein schöner Augenblick, aber nicht so wichtig", sagte Littmann. Z

umal der 1. FC Kaiserlautern mit einem Sieg am Montag bei Alemannia Aachen wieder an St. Pauli vorbeiziehen kann.

Was die Gäste in der MSV-Arena im ersten Durchgang boten, war allerdings schon erstligareif. Marius Ebbers (6.) und Deniz Naki (20.) schossen eine schnelle Führung heraus.

Hain mit starker Leistung

Danach erspielten sich die Norddeutschen mit sehenswerten Kombinationen zahlreiche Großchancen. Einzig Duisburgs Torhüter Tom Starke stand weiteren Treffern im Weg.

"In der zweiten Liga kann man die Konter nicht besser fahren. Wir sind nur zu leichtfertig mit unseren Torchancen umgegangen", so Sportchef Helmut Schulte.

So kam Duisburg nach dem Seitenwechsel noch einmal ins Spiel, und Gäste-Schlussmann Mathias Hain verhinderte mit guten Paraden den Anschlusstreffer.

Sasic bemängelt Spielansetzung

MSV-Trainer Milan Sasic musste den "verdienten Sieg" der Gäste anerkennen, bemängelte aber die Spielansetzung.

"Wir hatten Montag ein schweres Spiel in Cottbus. St. Pauli hatte zwei Tage länger Zeit, um sich zu erholen. Wir waren müde", meinte Sasic.

Torhüter Starke sah dies allerdings anders: "Das darf nicht als Entschuldigung zählen."

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