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Christian Wück bestritt 14 U-21-Länderspiele für Deutschland © imago

Christian Wück begann seine Karriere in Nürnberg. Am Sonntag geht es für den Trainer von Rot Weiss Ahlen gegen den Ex-Verein.

Von Felix Götz

München - Christian Wück könnte am Sonntag in eine ganz besondere emotionale Zwickmühle geraten.

Von 1988 bis 1994 spielte der Trainer von Zweitliga-Aufsteiger Rot Weiss Ahlen für den 1. FC Nürnberg und schaffte dort den Durchbruch.

Zunächst in der Jugend, ehe Wück im Oktober 1990 bei der 0:4-Heimpleite gegen den 1. FC Köln als 17-Jähriger sein Bundesliga-Debüt feierte.

In 94 Partien erzielte er für den "Club" 13 Tore. Jetzt empfängt der 35-Jährige mit Ahlen den Club (So., ab 13.45 Uhr LIVE) - und könnte seinen Ex-Verein dabei ganz tief in die Krise schießen.

Ahlen wirbelt

Seit vergangenem Jahr ist Wück Chef-Trainer in Ahlen. Mit ihm kam der Erfolg in die 54.000-Einwohnerstadt in Westfalen zurück.

Im ersten Jahr gelang gleich der überraschende Aufstieg in die Zweite Liga. Und jetzt wirbelt der kleine Verein diese Liga durcheinander.

Der Aufsteiger steht dank seiner Heimstärke (noch ungeschlagen) mit 13 Punkten sensationell auf Rang vier.

Nürnberg unter Druck

Diese Heimstärke könnte jetzt Nürnberg zu spüren bekommen. Der Club steht gehörig unter Druck. Unter Coach Michael Oenning gelang noch kein Sieg.

Fünf Punkte bedeuten Platz 14. Die Nürnberger haben auf den dritten Platz, der zum Relegationsspiel um den Aufstieg berechtigt, bereits acht Punkte Rückstand. Also müssen gegen Ahlen drei Punkte her.

Oenning optimistisch

"Ich bin ganz nach meinem Naturell optimistisch", sagt Nürnbergs Coach Michael Oenning. Mut dürfte ihm die Statistik mit drei Siegen aus vier Spielen gegen Ahlen machen.

Und auch in der ersten DFB-Pokal Runde vor Saisonstart gewann der Club in Westfalen im Elfmeterschießen.

Ein Erfolg ist aber auch bitter nötig, sonst droht den hochfavorisierten Nürnbergern sogar der Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Sport1.de hat das Wichtigste zu den übrigen Sonntagsspielen zusammengefasst:

TuS Koblenz ? Kaiserslautern

Lauterns Coach Milan Sasic kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. In Koblenz vollbrachte der Kroate ein ähnliches Wunder wie in der vergangenen Saison mit dem Klassenerhalt mit dem FCK.

Innerhalb von vier Jahren führte Sasic die TuS von der Oberliga in die Zweite Liga.

Dann wurde er überraschend entlassen. "Das ist doch alles nicht so wichtig. Es spielt der FCK gegen die TuS und nicht Sasic gegen Koblenz", will der FCK-Coach nichts von einem besonderen Spiel wissen.

Festung Betzenberg

Fakt ist: Er machte aus einem zerstrittenen Hühnerhaufen wieder "Rote Teufel", die ihre Festung Betzenberg mit vollem Einsatz verteidigen. Deshalb steht der FCK ungeschlagen an der Spitze.

Verzichten muss Sasic in Koblenz auf die verletzten Mathias Abel, Josh Simpson und Alexander Bugera.

TuS lange ungeschlagen

Die Koblenzer haben seit fast einem Jahr im Stadion Oberwerth kein Spiel mehr verloren. Coach Uwe Rapolder sieht die TuS trotzdem als Außenseiter.

"Ich gönne dem FCK allen Erfolg der Welt, aber man muss ja sehen, dass sich der FCK auch gut verstärkt hat. Da kamen Spieler vom Hamburger SV und Borussia Dortmund, während wir uns bei Hollywood United bedient haben ? das ist schon ein Unterschied", sagt Rapolder.

Bei Koblenz fehlt der Gelb-Rot-gesperrte Fabrice Begeorgi.

St. Pauli ? Aachen

Von den letzten vier Partien gewann die Alemannia drei gegen den FC St. Pauli. Die Kiez-Kicker sind zu Hause noch ungeschlagen.

Pauli-Trainer Holger Stanislawski muss auf seinen Kapitän Fabio Morena verzichten, der an einer Meningitis leidet.

Aufbruchsstimmung herrscht bei Aachen-Coach Jürgen Seeberger: "Die Mannschaft weiß, dass sie eine schwierige Situation gemeistert hat, und das gibt natürlich Selbstvertrauen für weitere Aufgaben. Jetzt gilt es nachzulegen und einen Auswärtssieg einzufahren. Wir müssen von der Moral her den Tank vollmachen."

Ingolstadt ? Rostock

Aufsteiger FC Ingolstadt hat sich nach drei Niederlagen in Folge mit zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen wieder gefangen. Jetzt kommen die auswärts noch sieglosen Rostocker nach Bayern.

Aber Hansa hat durch den überzeugenden 3:0-Sieg gegen St. Pauli Selbstvertrauen getankt. Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf hat alle Mann an Bord.

Fürth ? Osnabrück

"Osnabrück kommt nicht, um das Spiel irgendwie zu überstehen, die wollen hier was holen", sagt Fürths Trainer Benno Möhlmann.

Er fordert konsequentes Zweikampfverhalten und einen Heimsieg um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

VfL-Coach Pele Wollitz und Möhlmann haben ihren kompletten Kader zur Verfügung.

Wer steigt auf? Hier mitdiskutieren!

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