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Alexander Ludwig wechselte vor der Saison von der Elbe an die Isar © imago

Holen die Münchner drei Punkte klettern sie in der Tabelle drei Plätze rauf. Doch Ahlen ist auswärts ein unangenehmer Gegner.

Von Ingo Weber

München - Sieben Spiele in Serie war 1860 München zuletzt unbesiegt - nun sind die "Löwen" hungrig, ihre Erfolgsserie auch gegen RW Ahlen fortzusetzen.

Mit vier Siegen und drei Unentschieden hat sich die Lienen-Truppe einen Neun-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze verschafft und rangiert im gesicherten Mittelfeld der Tabelle (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die vergangenen beiden Heimspiele gewannen die Münchner zu Null und gehen auch gegen das Schlusslicht aus Ahlen (Mo., ab 20 Uhr LIVE und ab 19.45 Uhr im DSF) als Favorit in die Partie.

Trainer Ewald Lienen bezeichnet die Partie mit dem Schlusslicht als "Charaktertest" für seine Mannschaft. "Wir müssen über unsere Schmerzgrenze gehen", fordert Lienen höchste Einsatzbereitschaft von seinen Spielern, "denn Ahlen wird in Sachen kämpferische Einstellung keine Wünsche übrig lassen."

Konkurrenz noch in Sichtweite

Nach dem Spielausfall von Karlsruhe in der vergangenen Woche sind die "Löwen" seit dem 22. Januar ohne Spielpraxis.

Der Abstand nach oben sei zwar größer geworden, weiß Kapitän Benni Lauth, doch die Konkurrenz ist zumindest noch in Sichtweite.

"Die anderen haben auch Punkte liegen lassen", sagt Lauth, "mit einem Sieg können wir was gutmachen." Wobei die Zielsetzung für das Duell mit den Westfalen klar definiert wäre: drei Punkte müssen her!

Trotzdem warnt Lienen davor, den Gast zu unterschätzen. "Die Ahlener Mannschaft ist nicht zu vergleichen mit der aus der Vorrunde. Sie haben schnelle Spieler in der Offensive dazu bekommen. Wir müssen hellwach sein und das Konterspiel unterbinden. Sie haben nicht umsonst in Kaiserslautern einen Punkt entführt", meint Lienen.

Holebas gesperrt

Ohnehin sei jedes Spiel für seine Mannschaft ein Endspiel, da sie immer noch in einer unbefriedigenden Region der Tabelle steht.

Verzichten muss Lienen auf den Gelb-gesperrten Jose Holebas sowie auf die verletzten Torben Hoffmann, Daniel Bierofka und Florin Lovin. Dagegen steht Neuzugang Djorde Rakic (bis Saisonende ausgeliehen von Red Bull Salzburg) zum ersten Mal im Kader.

Klassenerhalt in weiter Ferne

Ahlen stoppte durch einen 1:0-Sieg über Oberhausen am vergangenen Spieltag eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg.

Betrachtet man die Tabellensituation der Rot-Weißen wird deutlich, dass nur noch ein kleines Wunder den Klassenerhalt perfekt machen kann.

Mit zwölf Punkten auf der Habenseite weisen die Westfalen bereits einen Elf-Punkte-Rückstand zum rettenden Ufer auf.

Doch auswärts ist das Liga-Schlusslicht seit fünf Begegnungen ungeschlagen, auch wenn nur ein Sieg dabei herum kam.

Maul beendet Karriere

Trainer Christian Hock bekam im Laufe der Woche mit Serge Lofo Bongeli und Kalema Ntela zwei kongolesische Nationalspieler dazu, ob sie in München im Kader stehen ist fraglich.

Dagegen ist klar, dass Ronald Maul wegen anhaltender Verletzungen seine aktive Laufbahn beendet und eine beratende Tätigkeit im Verein einnimmt. Maul trug mit starken Leistungen maßgeblich zum Aufstieg 2008 bei.

Euphorie in Ahlen

Seit dem 0:0 in Kaiserslautern am 19. Spieltag ist bei den Ahlenern eine gewisse Euphorie zu spüren.

"Klar ist es etwas besonderes, dass das Spiel live im Fernsehen zu sehen ist. Doch es ist ein Spiel wie jedes andere, was wir natürlich unbedingt gewinnen wollen. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gut trainiert und soll sich selbst dafür belohnen", lobt Hock die Einstellungen seiner Kicker.

Das Hinspiel endete mit einem torlosen 0:0.

Vorrausichtliche Aufstellungen:

1860 München: Kiraly - Rukavina, Beda, Felhi, Ghvinianidze - Ignjovski, Ludwig - Aigner, Pappas - Lauth, RösslerRW Ahlen: Kirschstein - Busch, di Gregorio, Döring, Blondelle - Jenner, Kern, Olle Olle, Gorschlüter - Bröker, NDiaye

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