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Der rumänische 2:0-Torschütze Emil Jula (r.) kam 2008 von Otelul Galati zu Cottbus © getty

Die Lausitzer holen beim Karlsruher SC einen wichtigen Sieg und lassen sich auch von Schneebällen nicht aus der Ruhe bringen.

Karlsruhe - Karlsruher Chaoten haben eine Unterbrechung des Duells zwischen dem KSC und Energie Cottbus provoziert und damit die eigene Mannschaft aus dem Tritt gebracht.

Nach Schneeballwürfen aus dem KSC-Zuschauerblock musste das Spiel in der 40. Minute für zehn Minuten unterbrochen werden.

Die bis dahin deutlich überlegenen Karlsruher verloren vor 13. 672 Zuschauern am Ende durch die Gegentore von Nils Petersen (57.) und Emil Jula (74.) mit 0:2 (0:0) und kommen nach der vierten Niederlage in Folge so langsam in Schwierigkeiten.

Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 könnte am Sonntag auf vier Zähler zusammenschmilzen. Cottbus feierte den ersten Sieg in der Rückrunde. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schneebälle gegen Shao

Wenige Minuten vor der Halbzeit wurden der Cottbuser Jiaji Shao und Linienrichter Dominik Nowak an der Eckfahne stehend von KSC-Fans mit Schneebällen beworfen.

Ein Schneeball verfehlte den Assistenten nur knapp. Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) unterbrach daraufhin das Spiel und drohte im Wiederholungsfall einen Abbruch an.

"Wir wollten ein schönes Fußball-Spiel sehen. Und dann kommen Menschen, die die Neben- zur Hauptsache machen - nämlich Randale. Dafür habe ich kein Verständnis", sagte Karlsruhes Präsident Paul Metzger, der zuvor in der Kurve zu den Fans gesprochen und diese zur Beendigung der Störungen aufgerufen hatte.

Crisantus vergibt Großchance

Sportlich hatte der KSC vor allem in der ersten Halbzeit deutliche Vorteile. Macauley Crisantus hätte die Gastgeber in Führung bringen müssen, scheiterte aber freistehend an Energie-Torwart Gerhard Tremmel (33.).

Dann hatte Anton Fink mit einem 18-m-Schuss an die Latte Pech, im Nachschuss traf Gaetan Krebs nur das Außennetz (45.). Die erste Szene der Gäste hatte Emil Jula mit einem Kopfball an den Pfosten (45.+3).

In der zweiten Hälfte kamen die Lausitzer dann besser ins Spiel und erzielten prompt das erste Tor durch Petersen.

Beste Karlsruher waren der erst 17-Jährige Matthias Zimmermann und Krebs. Bei Cottbus ragten Torhüter Tremmel und Stiven Rivic heraus.

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