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Milan Sasic übernahm im November 2009 das Ruder beim MSV Duisburg © imago

Der FCK und Duisburg haben den Aufstieg im Visier. Die "Roten Teufel" brennen auf das Wiedersehen mit Ex-Coach Sasic.

Von Ingo Weber

München - Die Reaktion des 1. FC Kaiserslautern auf den mäßigen Rückrundenstart kann sich sehen lassen.

Nachdem die "Roten Teufel" aus den ersten beiden Spielen nur einen Punkt geholt hatten und dabei ohne eigenen Torerfolg blieben, folgten zwei klare 3:0-Siege gegen Aachen und Paderborn.

Zum Topspiel der Zweiten Liga am Montag in Duisburg (ab 20 Uhr LIVE und im DSF) kann der FCK durchaus mit breiter Brust reisen.

Vor dem direkten Duell mit dem FC St. Pauli am nächsten Spieltag gilt es für die "Betzebuben" auch noch einmal ein Ausrufzeichen zu setzen und eine Kampfansage in den hohen Norden zu schicken.

Mit einem Punkt beim MSV würde der FCK zumindest als Tabellenführer in das Spitzenspiel gehen (DATENCENTER: Zweite Liga).

Sasic empfängt Ex-Verein

Die Gastgeber aus dem Ruhrpott drehten zuletzt zwei Nullrunden und verloren etwas den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen.

Eine weitere Niederlage darf sich der MSV angesichts des Sieben-Punkte-Rückstandes auf Platz drei nicht erlauben.

Gerade für MSV-Cheftrainer Milan Sasic ist die Partie mit dem FCK etwas Besonderes, rettete er doch die Pfälzer in der Saison 2008/09 vor dem Gang in die Dritte Liga.

"In Kaiserslautern hatte ich eine super Zeit mit Top-Ergebnissen", sagte Sasic.

Kaiserslautern Aufstiegsfavorit

Die Begegnung am Montag sieht Sasic ganz klar aus einer anderen Perspektive: "Ich bin jetzt Trainer vom MSV. Mich interessiert die Lage von Kaiserslautern nach wie vor, aber ich bin für den MSV verantwortlich und daher spielt es für mich am Montag keine Rolle, dass ich Kaiserslautern mal trainiert habe", stellt der 51-Jährige klar.

Für Sasic ist Lautern ebenfalls der Aufstiegsfavorit Nr. 1: "Sie haben sich gezielt verstärkt und eine sehr gute Fitness. Sie spielen einen hervorragenden Fußball, was an ihrer Stabilität liegt. Sie spielen beispielweise durchgängig mit der gleichen Viererkette erfolgreich."

In Kaiserslautern brennen die Akteure auf das Wiedersehen mit ihrem Ex-Coach. Viele Spieler fühlten sich unter der Regie des Trainers nicht wohl. Bevor es zum Aufstand kam, zog Präsident Stefan Kuntz trotz guter Tabellenplatzierung die Reißleine und schmiss Sasic raus.

Vier MSV-Spieler fallen aus

Im Kader der "Zebras" fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Sören Larsen, Bernd Korzynietz und Bruno Soares.

Kristoffer Andersen blieb dem Training vergangene Woche aufgrund einer fiebrigen Erkältung fern.

Sein Einsatz am Montag ist noch ungewiss. Adam Bodzek wird durch seine Gelb-Rote Karte gegen Düsseldorf definitiv auf der Tribüne Platz nehmen müssen.

Weniger Personalsorgen hat dagegen FCK-Cheftrainer Marco Kurz, der sowohl gute als auch schlechte Nachrichten zu vermelden hatte.

Florian Dick kämpft weiterhin mit Erkältungssymptomen, sein Einsatz ist fraglich.

Alexander Bugera und Sidney Sam gaben dagegen grünes Licht und werden auf jeden Fall in der Startelf stehen.

"Wollen die bessere Mannschaft sein"

Angesprochen auf den Gegner rechnet Torwart Tobias Sippel mit einem schweren Gang.

"Der MSV wird nach der kleinen Negativserie unbedingt gewinnen wollen", sagte der Torwart, "wir dürfen uns davon aber nicht beeindrucken lassen und müssen unser Spiel durchziehen ? dann haben wir gute Chancen zu punkten."

"Duisburg gehört auf jeden Fall in die vordere Tabellenregion, sie haben ein gutes Format und wollen durch einen Sieg gegen uns wieder in positives Fahrwasser kommen ? das gilt es zu unterbinden. Wir wollen einfach sportlich die bessere Mannschaft sein", meint Trainer Kurz.

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