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Rodnei (Mitte) wechselte vor der Saison von Hertha BSC Berlin in die Pfalz © getty

Die Spannung vor dem Duell zwischen Lautern und St. Pauli ist greifbar. Doch nur der Sieger kommt dem Ziel "Aufstieg" ein großes Stück näher.

Kaiserslautern/München - Der Erste gegen den Zweiten, die beste Defensive gegen die beste Offensive, pfälzische Tradition gegen Hamburger Kult.

Wenn sich der 1. FC Kaiserslautern und der FC St. Pauli am Montagabend (ab 20 Uhr LIVE und im DSF) beim Spitzenspiel der Zweiten Liga vor über 40.000 Zuschauern auf dem Betzenberg gegenüberstehen, dann riecht es im Fritz-Walter-Stadion schon gewaltig nach Bundesliga. (DATENCENTER: Zweite Liga)

"Ein Flutlichtspiel, ein volles Haus, ein toller Gegner - das ist gefühlte Bundesliga", sagte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz voller Vorfreude: "Die zurzeit konstantesten Mannschaften treffen aufeinander. Das wird eine spannende Geschichte."

St. Pauli ohne Angst am "Betze"

Auch Lauterns Torwart Tobias Sippel kann es kaum noch abwarten.

"Der Betze wird beben", versprach der U-21-Nationaltorhüter.

Angst löste diese Ankündigung bei den Hamburgern allerdings nicht aus - ganz im Gegenteil.

Auch die Kicker vom Kiez, die im Hinspiel eine 1:2-Heimniederlage gegen die Roten Teufel hinnehmen mussten, freuen sich auf das Topspiel.

Kampf der Systeme

Torwart Mathias Hain, dessen Klub in der Zweiten Liga bisher vier von fünf Partien gegen den FCK verloren hat, gerät sogar ins Schwärmen.

"Etwas Schöneres gibt es nicht. Es ist dann dunkel, man fährt mit dem Bus den Betzenberg rauf, und dann siehst du schon die Massen von Menschen, die dort hinaufgehen. Danach kommt das Spiel mit dieser Stimmung im Stadion, das fast ausverkauft sein wird. Das alles ist überragend", erklärte der Routinier vor dem Kampf der Systeme.

Während der viermalige Deutsche Meister aus der Pfalz auf Defensive setzt und erst 17 Gegentore kassiert hat, verlassen sich die Hamburger auf ihre Offensive, die bereits 48 Treffer produziert hat.

Partie auf Augenhöhe

"Wir wissen natürlich, dass St. Pauli in der Offensive enorm gefährlich ist. Das bedeutet für uns: Antennen hoch, wenn sie am Ball sind", sagte FCK-Trainer Marco Kurz: "Aber ich weiß, dass meine Mannschaft die nötige Qualität hat."

Davon ist allerdings auch sein Gegenüber überzeugt.

"Es wird eine Partie auf Augenhöhe", meinte St. Pauli-Coach Holger Stanislawski, der aber nichts von einer vorentscheidenden Partie im Kampf um den Aufstieg wissen will: "Es ist erst der 23. Spieltag. Danach stehen immer noch so viele Spiele auf dem Programm, dass noch lange nichts entschieden sein wird."

Der Blick auf die Tabelle gibt Stanislawski recht.

FCK bangt um Kapitän

Der FCK, der um den Einsatz von Kapitän Martin Amedick (Magen-Darm-Virus) bangen muss, liegt derzeit nur einen Punkt vor St. Pauli und drei Zähler vor dem zuletzt starken FC Augsburg.

Auch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld sind bei sieben Punkten Rückstand auf Lautern noch lange nicht aus dem Rennen.

Angesichts der Tabellenkonstellation wäre ein Sieg für beide Teams um so wichtiger.

Das weiß auch der Lauterer Flügelflitzer Sidney Sam, der dem Spiel gegen die Mannschaft aus seiner früheren Wahlheimat wohl wie kein anderer entgegenfiebert: "Dafür trainieren wir jeden Tag, dafür leben wir. Dafür ernähren wir uns und machen alles, was sonst noch dazugehört."

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