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Claus-Dieter Wollitz spielte während seiner aktiven Laufbahn unter anderem für Schalke 04 © getty

Hansa verpasst es unter dem neuen Coach gegen Berlin einen Dreier einzufahren. Die Kritik an Energie-Trainer Wollitz wird lauter.

Cottbus/Rostock - Wachsende Kritik an Claus-Dieter Wollitz, durchwachsenes Debüt für Thomas Finck:

Die Trainer der Ost-Klubs Hansa Rostock und Energie Cottbus befinden sich in der 2. Bundesliga in großer Abstiegsnot.

Während Wollitz mit Cottbus am Freitag gegen den FSV Frankfurt unbedingt einen Sieg benötigt, verpasste Finck mit Hansa im Nachholspiel gegen Union Berlin den Befreiungsschlag.

"Hier wird versucht, Zauberfußball statt einfache Bälle zu spielen. Es ist mir unerklärlich", sagte der Cottbuser Präsident Ulrich Lepsch nach der 1:2-Heimpleite im letzten Heimspiel gegen den SC Paderborn.

Erstmals Kritik an Wollitz

Erstmals richtete sich die Kritik des Vereinsbosses - wenn auch indirekt - gegen Chefcoach Wollitz:

"Wir sind zwar individuell sehr spielstark, können das als Mannschaft auf dem Platz aber nicht zeigen".

Dabei wollte man in Cottbus mit der Verpflichtung von Wollitz im Sommer 2009 eine neue Ära beginnen.

"Offensiv ausgerichtet und bestimmend" - so sollte das Spiel aussehen.

Der ehemalige Bundesligaprofi Wollitz plante die Abkehr vom "Rumpel-Fußball" und der Mauer-Taktik, die jahrelang praktiziert worden war.

Statt Legionäre aus Osteuropa zu verpflichten, setzte der 44-Jährige auf deutsche Talente - der Erfolg blieb bislang aus.

Kritik äußerte zuletzt auch der frühere Cottbuser Erfolgstrainer Eduard Geyer.

Fehlende Leidenschaft

"Mir fehlen das Feuer und die Typen, die Betrieb machen", wetterte der 65-Jährige.

Sollte man Freitag in Frankfurt ( ab 17.45 LIVE) die fünfte Niederlage der Rückrunde kassieren, wird es für die Lausitzer brenzlig.

Auch das Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans ist mittlerweile angespannt.

Von Geschoss getroffen

Den vorzeitigen Tiefpunkt markiert der Eklat zwischen Mittelfeldspieler Stiven Rivic und einem Cottbuser Fan nach der Partie gegen Paderborn.

Ein Wurfgeschoss traf Rivic im Gesicht, anschließend kletterte der Kroate über die Bande und packte den Werfer am Kragen.

Zwar wurde der Vorfall offiziell zu den Akten gelegt, ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

Nur ein Punkt für Rostock

Sportlich in noch größerer Not befindet sich der Tabellen-14. Hansa Rostock.

Zwar beurlaubten die Mecklenburger am Montag den glücklosen Trainer Andreas Zachhuber, doch auch Nachfolger Finck verpasste im Nachholspiel beim 0:0 im Ost-Derby gegen Union Berlin die Wende.

Im sechsten Spiel der Rückrunde blieb man erneut sieglos.

Rückendeckung für Finck

Bei Hansa bemühte man sich allerdings darum, dem neuen Trainer Rückendeckung zu geben.

"Mit der Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, können wir zufrieden sein", meinte Manager Rene Rydlewicz. Trainer Finck sah gute Ansätze.

"Wir waren mit viel Herzblut und Engagement dabei", sagte der 40-Jährige, der zuvor als Co-Trainer von Zachhuber gearbeitet hatte:

"Wir wissen aber auch, dass wir noch einiges verbessern müssen."

Schon am Samstag wartet auf Finck mit dem Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth (13.00 Uhr) die nächste Bewährungsprobe.

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