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Alexander Bugera (r.) steht seit 2007 bei Kaiserslautern unter Vertrag © getty

Der FCK spricht trotz bester Ausgangsposition nicht vom Aufstieg. Düsseldorf muss wohl sämtliche Bundesliga-Träume begraben.

Düsseldorf - Sechs Punkte Vorspung auf den Tabellendritten FC St. Pauli, sogar 13 auf den Vierten Fortuna Düsseldorf:

Aber beim souveränen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern ist sieben Spieltage vor Saisonschluss weiter Tiefstapelei angesagt.

"Bei uns hat sich nichts verändert. Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel denken und erst einmal am kommenden Montag bei 1860 München bestehen", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz nach dem leistungsgerechten 0:0 beim heimstarken Aufsteiger Fortuna Düsseldorf.

"Erst nach dem 30. Spieltag wissen wir mehr und können vielleicht unser Saisonziel korrigieren."

"Ich bin ein guter Angestellter"

"Ich sehe das genauso wie unser Chef. Denn ich bin ein guter Angestellter", sagte denn auch Lauterns Trainer Marco Kurz mit einem verschmitzten Lächeln nach dem neunten Spiel seiner Mannschaft in Folge ohne Niederlage.

Obwohl sowohl Kuntz als auch Kurz im stillen Kämmerlein bereits am Kader für die kommende Saison in der ersten Liga basteln, halten sie sich in der Öffentlichkeit ebenso wie ihre Profis bedeckt.

"Man hat schon Pferde kotzen sehen"

"Sicherlich haben wir eine gute Ausgangsposition, aber man hat ja schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen", sagte FCK-Kapitän Martin Amedick nach den sehenswerten 90 Minuten, in denen nur ein Treffer gefehlt hatte.

"Wir wollten den Abstand auf Fortuna halten. Das ist uns gelungen, und deshalb sind wir sehr zufrieden", sagte Kurz, der aber darauf hinwies, dass im Schlusspurt einer Saison schon mancher Favorit an seiner eigenen Überheblichkeit gescheitert ist.

"Wir wissen, dass wir uns in jedem Spiel den Erfolg neu erarbeiten müssen. Deshalb bleiben wir auf dem Boden und werden einen Schritt nach dem anderen machen", betonte der FCK-Coach.

Düsseldorf begräbt Bundesliga-Träume

So hält man es auch beim starken Aufsteiger Düsseldorf, der saisonübergreifend seit dem 19. April vergangenen Jahres vor eigener Kulisse ungeschlagen ist. (DATENCENTER Ergebnisse und Tabelle)

Den Traum vom Durchmarsch kann die Fortuna aber nach realistischer Einschätzung bei sieben Punkten Rückstand auf den Tabellendritten FC St. Pauli, der am Ostermontag am Rhein gastiert, aufgeben.

Keine Euphorie bei Meier

"Normalerweise kann man das nicht mehr schaffen. Aber wir können jetzt schon stolz auf das sein, was wir in dieser Saison erreicht haben. Das kann uns keiner nehmen", sagte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz.

Am Montag kassierte der Pokalsieger von 1979 und 1980 zum sechsten Mal in Folge in einem Heimspiel kein Gegentor - Vereinrekord.

"Wir erleben Festtage"

Doch auch diese Bestmarke ist für Coach Norbert Meier kein Grund, in Euphorie zu verfallen.

"Vor nicht allzulanger Zeit haben wir in der Dritten Liga vor 7000 Zuschauern gespielt. Jetzt kommen über 35.000, und wir erleben Festtage. Da muss man auch mal die nötige Demut an den Tag legen."

So sieht es auch sein Chef.

"Wir haben jetzt schon sehr viel erreicht, mehr als alle vor der Saison erträumt haben", sagte Fortuna-Präsident Peter Frymuth.

"Und Tatsache ist, dass wir auch weiter träumen können, denn das tut man jede Nacht. Wir wollen jetzt erst mal in Karlsruhe gewinnen und dann unsere Heimserie gegen St. Pauli fortsetzen. Am Ende wird dann abgerechnet."

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