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St. Pauli gegen Rostock ist immer etwas besonderes: Hier Retov (l.) und Bruns © getty

St. Pauli-Coach Stanislawski vergisst im brisanten Duell gegen Rostock den "Tabellenplatz". Augsburg ist siegeshungrig in Aachen.

Von Marcel Braune

München - Am 28. Spieltag liefern sich die Aufstiegsaspiranten ein Fernduell. Augsburg will in Aachen den Positiv-Trend fortsetzen. St. Pauli liefert sich mit Hansa Rostock ein brisantes Nord-Duell.

Die Hamburger gehen mit breiter Brust in die Partie (So. ab 13.15 Uhr LIVE). Schließlich feierten sie zuletzt zwei Siege in Folge.

Da kommt Erzrivale Hansa Rostock natürlich gelegen. Für Trainer Holger Stanislawski ist die explosive Paarung etwas ganz Besonderes:

"Bei solchen Spielen gilt der Tabellenplatz nicht. Das ist ein Derby und somit immer ein besonderes Spiel. Die Rostocker glauben an ihre Chance ? nach ihrem Sieg kommen sie gefestigt hierher. Wir müssen unseren Heimvorteil nutzen."

Rostock mit neuem Mut

In Rostock ist nach dem letzten Sieg gegen Duisburg wieder etwas Ruhe eingekehrt. Dennoch befinden sich die Hanseaten noch mittendrin im Abstiegskampf. Das weiß auch Abwehrspieler Kevin Schlitte:

"St. Pauli steht genau wie wir unter Druck. Die wollen aufsteigen, wir uns vom Tabellenende absetzen. Beide Mannschaften brauchen die Punkte. Wir haben zuletzt gegen Duisburg gezeigt, dass wir noch nicht tot sind." (DATENCENTER: Zweite Liga)

Carnell fällt aus

Der Ex-Freiburger wird wohl für Bradley Carnell in der Startelf stehen. Der Südafrikaner plagt sich mit einer Bronchitis sowie Wadenproblemen herum und wird mit Antibiotika behandelt.

Doch für Hansa-Trainer Marco Kostmann, der am letzten Spieltag ein gelungenes Debüt feierte, ist das kein Problem:

"Kevin hat auf dieser Position schon beim SC Freiburg 40-mal gespielt. Und das ist auch nicht irgendeine Mannschaft", stärkt der Coach seinen Defensiv-Spieler.

"Spieler sind heiß"

Der bekommt gegen St. Pauli sicher einiges zu tun. Die blieben in ihren 13 Heimspielen erst zwei Mal ohne Torerfolg.

Stanislawski muss auf Ralph Gunesch (Innenbandzerrung), Dennis Daube, Carsten Rothenbach (beide Muskelfaserriss) und Florian Bruns (5. Gelbe) verzichten.

Doch den Trainer stört das nicht wirklich: "Alle Kandidaten, die für das Spiel in Frage kommen, sind heiß auf das Duell."

Für Luhukay zählt nur der Sieg

Der FC Augsburg gastiert in Aachen und hat natürlich vor, die gute Serie von fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen auszubauen:

"Wir wollen dort gewinnen und müssen von Beginn uns den Erfolg erarbeiten und den Willen zeigen", sagt Trainer Jos Luhukay.

Die Schwaben möchten einen großen Schritt Richtung Bundesliga-Aufstieg machen, dabei müssen sie eventuell auf ihren Top-Stürmer Michael Thurk verzichten:

"Er hat am Mittwoch wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen. Aber wir sollten abwarten". Der Augsburger plagt sich mit Oberschenkelbeschwerden.

Aachen kassierte in 13 Heimspielen bereits 20 Gegentore. Nur die Statistik macht Aachen noch Hoffnung: In drei Spielen gegen Augsburg gab es drei Siege.

Der 28. Spieltag im Überblick:

SONNTAG:

SpVgg Greuther Fürth - Rot Weiss Ahlen (ab 13.30 Uhr):

Nach zuvor vier Begegnungen ohne Niederlage und ohne Gegentor kassierte Fürth zuletzt ein 0:2 in Koblenz. In den letzten fünf Heimspielen blieb die SpVgg viermal ohne Gegentreffer.

Schlusslicht Ahlen musste zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Die Ahlener gewannen nur einen ihrer bislang sieben Pflichtspiel-Auftritte in Fürth - 4:2 am 1. April 2001. Zuletzt verloren sie in Fürth viermal in Folge und bleiben dabei ohne Torerfolg.

MONTAG:

1. FC Kaiserslautern - TSV 1860 München (ab 20.15 Uhr):

Kaiserslautern ist seit insgesamt neun Begegnungen ungeschlagen und blieb dabei fünfmal ohne Gegentor. Die Lauterer haben keinen ihrer jüngsten acht Heimauftritte verloren (sechs Siege, zwei Unentschieden).

Die "Löwen" haben vier ihrer vergangenen fünf Partien gewonnen und verloren nur eines ihrer letzten sechs Gastspiele in Kaiserslautern - 1:2 am 12. März 2007.

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