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Marius Ebbers(l.) erzielte gegen Rostock sein 15. Saisontor © getty

Die Hamburger schlagen die abstiegsfährdeten Rostocker und verdrängen Augsburg von Platz zwei. Ausschreitungen bleiben aus.

Hamburg - Der FC St. Pauli nimmt wieder Kurs auf den direkten Bundesliga-Aufstieg.

Die Hamburger übernahmen durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg im "Hochsicherheitsspiel" gegen Hansa Rostock dank der gleichzeitigen Niederlage des FC Augsburg in Aachen wieder den zweiten Tabellenplatz und haben bereits neun Punkte Vorsprung auf den Vierten Fortuna Düsseldorf. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Rostock bleibt in höchster Abstiegsgefahr.

Die befürchteten Ausschreitungen rund um das brisante Nordderby blieben aus.

Ebbers und Naki treffen

Marius Ebbers (41.) sorgte mit seinem 15. Saisontor nach einem völlig verunglückten Rückpass des Rostockers Kevin Schöneberg für die schmeichelhafte Halbzeitführung der Gastgeber vor rund 19.146 Zuschauern.

Denis Naki (54.) stellte mit einem Abstauber den Endstand her.

"Wir haben vor der Pause ein unglückliches Gegentor kassiert, und uns dann für den zweiten Abschnitt viel vorgenommen. Aber am Ende war Pauli uns immer einen Schritt voraus", sagte ein enttäuschter Hansa-Torwart Alexander Walke.

Rot für Retov und Boll

In der 57. Minute schickte Schiedsrichter Babak Rafati Hansa-Kapitän Martin Retov nach einem brutalen Foulspiel an Naki sowie Fabian Boll wegen eines Schubsers gegen den Rostocker vom Platz und erhitzte damit zusätzlich die Gemüter.

Retov hatte zudem einen Kopfstoß gegen Boll angesetzt.

Ausschreitungen bleiben aus

Rund um das Stadion am Millerntor blieb es friedlich. Die Hamburger Polizei hatte rund 800 Beamte im Einsatz und richtete eine große Sperrzone für Rostocker Anhänger ein.

Gegen 60 von ihnen wurde ein Aufenthaltsverbot in der Sicherheitszone ausgesprochen, und 150 Rostocker schauten sich die Partie in Kneipen außerhalb des Tabu-Bereichs im Fernsehen an.

Torwart Matthias Hain, der mehrmals mit glänzenden Reflexen Rostocker Großchancen vereitelte, und Torschütze Ebbers ragten bei den erst in der zweiten Hälfte starken Hamburgern heraus.

Auf Rostocker Seite gefielen Dexter Langen und Fin Bartels am besten.

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