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Der Sechziger Mathieu Beda spielte zweieinhalb Jahre für Kaiserslautern © getty

Der Spieler von 1860 München peilt beim Ex-Klub einen Coup an. Doch Trainer Kurz kennt seinerseits die "Löwen" bestens.

Von Hardy Heuer

München - Wenn Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern am Montag 1860 München (ab 20 Uhr LIVE) zu Gast hat, kommt es zum Duell zweier alter Bekannter.

Sechzig-Verteidiger Mathieu Beda und FCK-Trainer Marco Kurz waren jeweils für die andere Seite tätig.

Die "Roten Teufel" können mit einem Sieg ihr Polster auf Augsburg auf acht Punkte ausbauen.

Während die Lauterer seit acht Heimspielen unbesiegt sind, gewannen die Münchner zwei ihrer letzten drei Auswärtspartien.

Lautern-Trainer Marco Kurz warnt vor seinem ehemaligem Klub:

"Die Sechziger haben eine klasse Bilanz in der Rückrunde. Es ist eine sehr aggressive, laufstarke und kämpferische Mannschaft, die zudem gefestigt wirkt."

Gleichstark in der Rückrunde

Beide Teams haben in der Rückrunde 19 Punkte geholt. Der FCK ist zudem seit insgesamt neun Begegnungen ungeschlagen und blieb dabei fünfmal ohne Gegentor.

Dies ist vor allem ein Verdienst der Abwehr, die am Montagabend zum 28. Mal in der gleichen Formation auflaufen wird - eine Seltenheit, auch für Kurz: "In meiner Karriere habe ich so etwas noch nicht erlebt. Es ist sehr positiv, wenn man so gut eingespielt ist."

Auch wenn der Gastgeber nur eins der letzten sechs Heimspielen gegen die "Löwen" gewinnen konnte, verweist Kurz auf die Stärken seiner Mannschaft.

Kurz unterschätzt 1860 nicht

"Eine gute Defensivleistung ist im Spiel sehr wichtig. Auch die Stürmer müssen nach hinten arbeiten, das haben wir in den letzten Wochen gut gemacht. Man sieht, dass das Kollektiv funktioniert."

Die Lauterer haben keins ihrer letzten acht Heimspiele verloren und sind seit neun Spielen ohne Niederlage. (DATENCENTER: Zweite Liga)

Dennoch wird der FCK-Trainer den Gegner aus München "auf gar keinen Fall" unterschätzen.

Bei diesem Unterfangen kann Kurz fast auf sein gesamtes Personal zugreifen. Lediglich Manuel Hornig wird aufgrund eines Muskelfaserrisses ausfallen.

Wiedersehen mit Beda und Kurz

Nicht nur für Marco Kurz, sondern auch für den Münchner Mathieu Beda wird es ein Wiedersehen mit seinem alten Klub geben.

"Das ist immer ein spezielles Spiel für mich", sagt der Franzose.

Kampfansage von Beda

Am Montag wird Beda, der von Anfang 2006 bis Mitte 2008 das Trikot der "Roten Teufel" trug, voraussichtlich für Radhouene Felhi (fünfte Gelbe Karte) in die Startelf rücken.

Für Beda ist die Zielvorgabe klar: "Wir haben in der Rückrunde viele Punkte geholt, besitzen das nötige Selbstvertrauen. Wir fahren auch nach Kaiserslautern, um zu gewinnen."

Felhi und Pappas fehlen

Die Hoffnung auf einen Auswärtssieg nimmt er daraus, "dass wir in der Rückrunde viele Punkte geholt haben und das nötige Selbstvertrauen besitzen".

Neben Felhi muss "Löwen"-Trainer Ewald Lienen auf den ebenfalls gesperrten Charilaos Pappas verzichten.

Dafür setzt Lienen erneut auf seinen serbischen Stürmer Djordje Rakic. In den letzten beiden Spielen erzielte Rakic zwei Treffer.

Kurz will nicht über Aufstieg sprechen

Beda traut seinen ehemaligen Teamkollegen den Aufstieg zu.

"Mit 58 Punkten liegt der größte Teil der Arbeit hinter dem FCK. Es fehlen nur noch ein paar Punkte zum Aufstieg", erklärt der "Löwe".

FCK-Trainer Kurz hält sich zu den Aufstiegschancen der "Roten Teufel" wie immer bedeckt:

"Wir denken von Spiel zu Spiel. Gegen Sechzig müssen wir unser Leistungsvermögen abrufen, konzentriert und aggressiv zu Werke gehen, um die drei Punkte hier zu behalten."

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