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Kollektive Glückseligkeit nach dem überzeugenden Sieg gegen 1860 München © getty

Der glänzende Erfolg über 1860 veranlasst die Pfälzer vom verlorenen Sohn zu träumen, dabei droht ein Abgang der Top-Spieler.

Kaiserslautern - Die Rückkehr in die Bundesliga ist dem 1. FC Kaiserslautern kaum noch zu nehmen - jetzt haben die "Roten Teufel" den nächsten Coup ins Visier genommen.

Der viermalige Deutsche Meister liebäugelt mit der Rückkehr von Nationalstürmer Miroslav Klose.

"Es wäre sehr schön, wenn Miro zurückkäme. In München bekommt er mit Sicherheit das Sechsfache, aber er hat ja schon so viel verdient, dass es ihm darauf nicht ankommt", sagte FCK-Torhüter Tobias Sippel nach dem 4:0 (2:0) der Pfälzer gegen 1860 München und heizte die Spekulationen um Klose an.

Bei Kloses Engagement in der Pfalz von 1999 bis 2004 war Sippel noch Balljunge, doch schon bald könnten beide gemeinsam auflaufen.

Auf "Leihbasis" in die Bundesliga

Kloses Vertrag beim FC Bayern läuft bis 2011, aber der 31-Jährige hat schon häufiger erklärt, dass er seine Karriere gerne auf dem Betzenberg ausklingen lassen möchte.

Allerdings hat der FCK noch reichlich andere Baustellen, denn der Traditionsklub rauscht mit dem "Mietwagen" in die erste Liga. (DATENCENTER Ergebnisse und Tabelle)

Gleich sechs Stammkräfte sind nur auf Leihbasis angestellt. "Diese sechs Spieler gehören derzeit zu unserem Kader. Darauf konzentriere ich mich", sagte Trainer Marco Kurz:

"Am Ende der Saison machen wir uns dann Gedanken, wie wir ausgeliehene Spieler eventuell weiter an uns binden können."

"Wir bleiben auf den Teppich"

Für den finanziell klammen Zweitliga-Spitzenreiter werden die Planungen zum Balanceakt. Profis wie U-21-Nationalspieler Sidney Sam, der Brasilianer Rodnei oder der Kroate Ivo Ilicevic sind nur ausgeliehen.

Zudem läuft der Vertrag von Stürmer Erik Jendrisek aus. Trainer und Mannschaft konzentrieren sich unterdessen ganz auf den sportlichen Erfolg.

"Wir bleiben auf dem Teppich", versprach Sippel, der gegen die "Löwen" einen Foulelfmeter von Alexander Ludwig (34.) parierte. Kurz legt sein Augenmerk auf die nächste Partie am Ostersonntag bei Rot-Weiß Oberhausen.

Eigentlich schon aufgestiegen

Für die Fans ist der Aufstieg bei acht Punkten Vorsprung des FCK auf den Relegationsplatz schon beschlossene Sache.

"Nie mehr Zweite Liga", skandierten die Anhänger nach dem höchsten Saisonsieg. 61 Punkte haben die Lauterer auf dem Konto, das hat seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 stets zum Aufstieg gereicht.

"Es ist nicht einfach, gejagt zu werden"

Markus Steinhöfer (10.), Jendrisek mit einem Doppelpack (30., 71.) und Ilicevic (90.) verwandelten das Fritz-Walter-Stadion mit ihren Treffern in ein Tollhaus.

Kurz zollte seiner Mannschaft ein Kompliment. "Es ist nicht einfach für die Spieler, jede Woche gejagt zu werden, aber sie haben wieder sehr diszipliniert und kompakt agiert", sagte Kurz, der innerhalb eines Jahres ein Spitzenteam der Zweiten Liga geformt hat.

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