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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Anton Fink erzielte den Ausgleichstreffer für den KSC © getty

Der KSC schafft mit einem tollen Endspurt einen Sieg über Rostock. Die Rostocker müssen sich über ausgelassene Chancen ärgern.

Karlsruhe - Hansa Rostock muss mehr denn je um den Klassenerhalt zittern.

Die Hanseaten verloren im Kellerduell beim Karlsruher SC trotz zwischenzeitlicher Führung 1:2 (1:0) und liegen mit 32 Zählern nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem FSV Frankfurt auf dem Relegationsplatz.

Der Isländer Gardar Johansson (32.) hatte die Gäste in Führung gebracht, Anton Fink (81.) gelang aus kurzer Distanz der Ausgleich, Marvin Matip (90.+2) traf zum umjubelten Sieg.

Der KSC (38 Punkte) schaffte mit dem ersten Sieg nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller.

"In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen", haderte Rostocks Trainer Marco Kostmann.

"Es ist mir unbegreiflich, wie man bei ruhenden Bällen zwei Gegentore bekommen kann, wo es eine klare Zuordnung gibt. Die dürfen nicht fallen. Das war nichts Überfallartiges, sondern man hat Zeit, sich zu stellen."

Dass Frankfurt dann auch noch gegen Oberhausen gewonnen habe, sei "ganz bitter".

Hansa lauert auf Konter

Hansa überließ den Hausherren vor 17.089 Zuschauern zunächst das Spielfeld und lauerte auf Konter. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Dem KSC fehlten allerdings die Ideen, so dass Rostock durch Bartels die große Chance zur Führung hatte, doch Markus Miller fischte den Ball gerade noch von der Linie.

Schließlich nutzte Johansson Hansas zweite Chance nach Flanke von Kevin Schöneberg zu seinem sehenswerten dritten Saisontor.

KSC in erster Hälfte passiv

Danach übernahmen die Gäste die Kontrolle. Dexter Langen zwang Miller mit einem Kopfball zu einer weiteren Glanzparade (38.).

Karlsruhe hatte lediglich kurz vor dem Pausenpfiff durch einen Kopfball von Chrisantus (45.) die Chance zum Ausgleich.

Fink markiert den Ausgleich

Nach dem Wechsel stellte Hansa das Angriffsspiel zunächst komplett ein, der KSC zog ein regelrechtes Powerplay auf.

Anton Fink (50.) und erneut Chrisantus (51./56.) ließen jedoch große Chancen ungenutzt. Erst neun Minuten vor dem Ende machte es Fink besser. Im Anschluss an eine Ecke drückte er den Ball über die Linie.

In der Nachspielzeit legte Matip nach feiner Kopfballablage mit einem Vollspannschuss aus zehn Metern das Siegtor der Badener nach.

"Wir mussten gewinnen, damit wir Abstand bekommen zu Hansa", meinte Fink später. "Jetzt haben wir sechs Punkte Vorsprung und schauen, was noch geht."

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