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Arminia Bielefeld kann nach dem Punktabzug den Aufstieg abschreiben © getty

Arminia steht aufgrund seiner finanziellen Sorgen am Scheideweg. Geschäftsführer Anders zeigt sich allerdings noch optimistisch.

Bielefeld - Arminia Bielefeld steht aufgrund seiner finanziellen Sorgen am Scheideweg.

"In den kommenden sieben Wochen entscheiden sich die nächsten 15 Jahre des Vereins. Eine Nichterteilung der Lizenz wäre gleichbedeutend mit der sofortigen Insolvenz", sagte Arminia-Geschäftsführer Heinz Anders, zeigte sich allerdings noch optimistisch: "Ich glaube, dass wir es schaffen."

Anfang Juni wird endgültig über die Vergabe der Lizenzen entschieden. "Um die neue Herkulesaufgabe zu bewältigen, müssen alle an einem Strang ziehen", sagte Anders:

"An allen Ecken und Enden sparen"

"Unternehmen, Banken, Stadt, Land, Sponsoren, Fans - die gesamte Region." Der Klub müsse "an allen Ecken und Enden sparen".

Zuerst betreffe dies "alle Bereiche, die nicht auf dem Feld stehen".

Kein Verkauf der Arena

Allein im Bereich der KGaA will Anders sechs Millionen Euro kürzen: "Ich ziehe diesen Sparkurs durch, auch wenn ich hinterher als Sensenmann dastehe."

Die Schulden aus dem Stadionumbau sollen umfinanziert werden, ein Verkauf der Arena steht nicht mehr zur Diskussion.

Trainerfrage wird erst im Juni geklärt

Die Entscheidung über einen neuen Trainer - Frank Eulberg ersetzt den entlassenen Thomas Gerstner auf Interimsbasis bis zum Saisonende - fällt demnach erst im Juni.

"Erst muss die wirtschaftliche Basis stimmen, dann wird final ein Trainer engagiert. Das kann bis Anfang Juni dauern", sagt Anders.

Neben Michael Oenning und Benno Möhlmann sollen auch die Ex-Nationalspieler Markus Babbel und Christian Ziege, die soeben ihre Fußballlehrer-Lizenz erworben haben, zum Kandidatenkreis zählen.

Punktabzug und Geldstrafe

Den Ostwestfalen waren durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) wegen eines Verstoßes gegen die Bestimmungen der Lizenzierungsordnung vier Punkte abgezogen worden. (DATENCENTER Ergebnisse und Tabelle)

Zudem wurde Bielefeld mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro belegt.

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