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Rene Rydlewicz war von 2000 bis 2008 bei Rostock als Spieler aktiv © getty

Rostock bekommt es im Abstiegskampf mit starken Gegnern zu tun. Doch Hansa-Manager Rene Rydlewicz sieht darin die Chance.

Von Marcel Braune

München - Hansa Rostock taumelt immer mehr in Richtung Dritte Liga.

Die letzten Spiele endeten mit tragischen Gegentoren in der letzten Minute.

Ausgerechnet beim Tabellenführer Kaiserslautern (Fr., ab 17.45 LIVE) steht die Hansa-Kogge nun unter Zugzwang.

Sonst droht der Anschluss zum rettenden Ufer außer Sicht zu geraten.

Angesichts des drohenden Absturz in die Drittklassigkeit will Hansa-Manager Rene Rydlewicz sich "nicht verrückt machen lassen" und verrät im SPORT1-Interview, dass er sich auf das Restprogramm freut.

SPORT1: Für Rostock geht es in den letzten drei Spielen ums nackte Überleben, wie groß sind die Sorgen?

Rene Rydlewicz: Wir sind sehr zuversichtlich. Noch sind wir auf einem Relegationsplatz und glauben daran in der Zweiten Liga zu bleiben.Wir haben eine gute Mannschaft und spielerisch schon oft gute Leistungen gezeigt.Die letzten Spiele waren äußerst tragisch, da wir jeweils in der letzten Minute das Spiel aus der Hand gegeben haben.

SPORT1: Wie ist der Plan für die restlichen Spiele?

Rydlewicz: Wir müssen die Spiele optimistisch angehen. Es bringt ja nichts, sich jetzt verrückt zu machen und darüber nachzudenken, was passieren kann. Grundsätzlich ist das Auftreten der Mannschaft ja immer positiv gewesen.

SPORT1: Empfinden Sie es als Vorteil oder Nachteil auf den Betzenberg antreten zu müssen?

Rydlewicz: Das sind die Spiele, wofür man Fußballspieler wird. Schon als Kind hat man vor dem Fernseher gesessen und sich von der tollen Kulisse beeindrucken lassen. Es muss für unsere Spieler eine Freude sein, dort antreten zu dürfen

SPORT1: Was muss anders laufen als gegen Frankfurt?

Rydlewicz: Wir haben ja ganz gut gespielt gegen den FSV. Daraus müssen wir das Selbstvertrauen ziehen. Wir müssen unser Spiel genau so konzentriert durchziehen, mit dem Unterschied, bis zur 92. oder 93. Minute fokussiert zu bleiben

SPORT1: Ist es eine zusätzliche Motivation, dass Sie die Aufstiegsfeier der Lauterer verschieben können?

Rydlewicz: Die Lauterer kann man schon als aufgestiegen betrachten. Und wir brauchen nicht darüber nachdenken, was in anderen Vereinen los ist. Die sind aufgestiegen und können sich freuen. Für uns geht es bis zum Ende der Saison darum, genügend Punkte zu holen um in der Liga zu bleiben.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Was sagen Sie zum Restprogramm? Mit Kaiserslautern Cottbus und Düsseldorf kommen schwere Brocken auf Sie zu.

Rydlewicz: Das werden spannende Spiele, bei denen wir viel Spaß auf dem Platz haben werden. Das Derby gegen Cottbus verspricht natürlich ein ausverkauftes Stadion, darauf freut man sich besonders. Wir sind noch gegen kein Team untergegangen, haben immer mithalten können und waren teilweise sogar besser. Daher werden wir die nötigen Punkte noch einfahren.

SPORT1: Ihr direkter Konkurrent FSV Frankfurt hat das wesentlich leichtere Restprogramm (Koblenz, Ahlen, Augsburg). Würden Sie lieber tauschen?

Rydlewicz: Im Laufe der Saison muss man nun mal gegen jedes Team antreten. Ich kümmere mich nur um Hansa Rostock. Welcher Gegner schwer oder leicht war, können wir hinterher entscheiden.

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