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Die Fans des 1. FC Kaiserslautern sind nach dem Aufstieg außer Rand und Band © getty

Nach dem Aufstieg im Fernsehsessel und einer Feier mit den Fans dämpft Trainer Kurz beim 1. FC Kaiserslautern die Erwartungen.

Kaiserslautern - Nach dem Aufstieg im Fernsehsessel und einer spontanen Feier mit den Fans am Rathaus dämpfte Trainer Marco Kurz beim 1. FC Kaiserslautern die Erwartungen.

"Für uns kann das einzige Ziel in der neuen Saison nur der Klassenerhalt sein", sagte Kurz.

Von einem Husarenstück wie 1998, als der FCK als Aufsteiger seinen vierten Meistertitel gewann, wollen die "Roten Teufel" bei aller Vorfreude auf die Bundesliga nichts wissen.

"Wir sind über einen ganz weiten Graben gesprungen und haben jetzt etwas Proviant im Rucksack", sagte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz mit Blick auf die wirtschaftlich weiter angespannte Lage beim Bundesliga-Gründungsmitglied. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Finanziell beschränkt

Auf Kuntz wartet nun Schwerstarbeit. Denn bei einem Jahresetat von 15 Millionen Euro ist der Handlungsspielraum alles anderes als groß.

Bislang steht lediglich Christian Tiffert als Neuzugang fest. Im Gespräch ist unter anderem Chadli Amri vom FSV Mainz 05.

Hoffnung macht sich der FCK auf die Rückkehr von Miroslav Klose - allerdings ist es fraglich, ob die Pfälzer den Nationalstürmer bezahlen können.

Zukunft der Leihgaben offen

Zudem ist der FCK nach 1441 Tagen mit dem Leihwagen zurück ins Oberhaus gerauscht.

Die Zukunft von U-21-Europameister Sidney Sam ist ebenso ungewiss wie der Verbleib von Markus Steinhöfer, Georges Mandjeck, Ivo Ilicevic und Torjäger Erik Jendrisek.

Ein Vergleich zu 1998 wäre unangebracht. Damals war das Team mit Nationalspielern um Weltmeister Andreas Brehme gespickt. Diesmal schafften die Lauterer mit der jüngsten Zweitliga-Mannschaft den Aufstieg.

Kurz und Kuntz optimistisch

Das Lauterer Erfolgs-Duo Kuntz und Kurz ist trotzdem davon überzeugt, dass sich der FCK wieder in der ersten Liga etablieren kann.

"Alle in diesem Klub und im Umfeld stehen wieder zusammen und sind eine Einheit", sagte Kuntz.

Und Kurz fügte hinzu: "Ich bin guter Dinge, weil wir bei den Heimspielen Verrückte im Rücken haben. "

Autokorso zum Rathaus

Diese "Verrückten" ließen nach der Schützenhilfe durch den FSV Frankfurt die Pfalz kopf stehen.

Tausende Fans veranstalteten ein Autokorso und pilgerten zur Feier zum Rathaus, wo Spieler und Vorstand das 1:1 zwischen Frankfurt und dem FC Augsburg im Fernsehen verfolgt hatten.

Pfarrer lässt Glocken läuten

Pfarrer Norbert Kaiser läutete nach dem Ende der vierjährigen Erstliga-Abstinenz die Glocken der Martinskirche.

Am Montag feierten Mannschaft und Anhänger schließlich weiter im Fritz-Walter-Stadion, wo der FCK am Freitag durch ein 0:1 gegen Hansa Rostock noch den vorzeitigen Aufstieg aus eigener Kraft verpasst hatte.

"Wollen Fans die Schale zeigen"

Nach dem letzten Saisonspiel am 9. Mai gegen Augsburg soll es eine große Aufstiegsfete auf dem Stiftsplatz geben.

Dort will sich der FCK als Zweitliga-Meister präsentieren.

"Wir wollen unseren Fans die Schale zeigen", sagte Kurz.

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