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Cottbus feierte den ersten "Montagssieg" nach sechs Jahren © getty

Happy End in der Lausitz. Nach dem Sieg über Union feiert Cottbus den Klassenerhalt. Und Energie hat nun ein neues Ziel.

Cottbus - Energie Cottbus darf in der Zweiten Liga doch noch auf ein Happy End hoffen. Die Lausitzer schafften beim 4:2 (2:1)-Triumph gegen Union Berlin den dritten Heimsieg in Folge mit vier Treffern und machten den Klassenerhalt perfekt.

Durch den ersten Montags-Sieg seit sechs Jahren sind die Lausitzer nun erster Kandidat auf den inoffiziellen Titel "Nummer eins im Fußball-Osten".

Auf den Rängen riefen die Fans "Ostdeutscher Meister", Trainer "Pele" Wollitz klatschte seine Spieler ab und genoss das Bad in der Menge.

"Können Rückschläge wegstecken"

"Wir haben endlich eine Mannschaft, die eine Hierachie besitzt und Rückschläge wegstecken kann", sagte der Trainer, der in seinem ersten Jahr in Cottbus viel Kritik einstecken und deutlich länger als gedacht gegen den Abstieg kämpfen musste.

"Dass wir heute erst den Klassenerhalt perfekt gemacht haben, ist natürlich etwas spät", sagte Wollitz und gestand ein, dass der Bundesliga-Absteiger oft hinter den Erwartungen geblieben war. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Umbruch gelungen

Doch am Ende veranlasste der Sieg im Ost-Derby auch Klub-Chef Ulrich Lepsch zu einem positiven Fazit: "Wir sind froh, dass wir am Ende den Umbruch doch noch hinbekommen haben."

Vor den letzten beiden Spieltagen hat Cottbus im Kampf um den "ostdeutschen Titel" zwei Punkte Vorsprung auf Union. In den letzten Partien geht es gegen Hansa Rostock und Rot Weiss Ahlen.

Die Solidarität im Osten führt nicht so weit, dass man auf die abstiegsbedrohten Rostocker am Samstag Rücksicht nehmen würde. "Es wäre zwar bitter, wenn Rostock absteigen müsste. Doch im Fußball gibt es kein Mitleid", sagte der Cottbuser Marco Kurth.

Union: "Gespielt wie Bratwürste"

Bei Union Berlin kochte der Frust hoch. "Wir haben gespielt wie Bratwürste", sagte Torsten Mattuschka, der in der 86. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter den Anschlusstreffer zum 2:4 beisteuerte.

"Wenn man so in ein Spiel geht, kann man nicht gewinnen", meinte der gebürtige Cottbuser, dessen Team nach wenigen Minuten schon auf der Verliererstraße war.

"Wir schaffen den Klassenerhalt"

Durch die schlechte Bilanz der vergangenen Wochen ist der Aufsteiger nach gutem Saisonstart mittlerweile auf den 13. Platz abgerutscht und kann theoretisch sogar noch absteigen. "Einen Punkt brauchen wir noch", sagte Trainer Uwe Neuhaus: "Es war klar, dass jetzt wieder alle vom Abstieg reden, doch wir werden die Klasse sichern."

Vor 15.401 Zuschauern im Stadion der Freundschaft zeigten die Cottbuser von Beginn an erfrischenden Offensivfußball und gingen durch einen Doppelschlag des erst 21 Jahre alte Angreifers Nils Petersen schnell in Führung.

Nach dem Berliner Anschlusstreffer durch Dominic Peitz bereitete Petersen auch das 3:1 durch Emil Jula vor. Im Anschluss an das 4:1 durch Stiven Rivic gelang Mattuschka zumindest noch die Ergebniskosmetik.

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