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Marius Ebbers (M.) steuerte bislang 18 Treffer für St. Pauli bei © getty

Mit 7000 Fans im Rücken wollen die Hamburger in Fürth den Aufstieg schaffen. Der Präsident bläst zur Attacke auf den HSV.

Hamburg - Game, Set, Match, St. Pauli - auf dem acht Jahre langen Weg zurück in die Bundesliga soll bei den Hamburgern gleich der erste "Matchball" sitzen.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, bei einem Sieg sind wir drin", sagt Trainer Holger Stanislawski vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (ab 17.15 Uhr LIVE ) bei der SpVgg Greuther Fürth.

In der Tat wären die Hanseaten nach einem Sieg im Frankenland nur noch theoretisch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Sollte Konkurrent FC Augsburg gegen 1860 München zeitgleich keinen Dreier landen, könnte St.Pauli sogar schon am Sonntag die Aufstiegsfete starten. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

7000 Pauli-Fans in Fürth

Spätestens beim letzten Heimspiel am 9. Mai gegen den SC Paderborn soll dann am am Millerntor aber stressfrei Party gemacht werden. Damit dies klappt, begleiten rund 7000 Fans die Norddeutschen zur lautstarken Unterstützung nach Fürth.

Dort wird es nur eine Feier geben, wenn am Aufstieg auch rechnerisch nicht mehr zu rütteln sein sollte. Sportchef Helmut Schulte stellt klar: "Das gebietet eindeutig der Respekt."

Modernes Stadion und Trainingsgelände

Dennoch: Die Planungen für die neue Saison in der Ersten Bundesliga laufen seit Wochen auf Hochtouren. Passend dazu nimmt auch die Infrastruktur am Millerntor erstligareife Züge an. Der Bau der neuen Haupttribüne wird vorangetrieben, das Trainingsgelände soll erweitert und modernisiert werden.

"Wir möchten und wollen gern aufsteigen, aber wir müssen es nicht", behauptet Schulte.

Angriff auf den HSV

Doch die Gelegenheit ist günstiger denn je, auch angesichts des aktuellen Image-Problems beim Lokalrivalen Hamburger SV, der nach dem Halbfinal-Aus in der neuen Europa League sämtliche Saisonziele verpasst hat.

Als Konkurrent auf Augenhöhe will man dem HSV pünktlich zum 100-jährigen Vereinsbestehen so manchen Kunden, speziell im VIP-Segment, abspenstig machen. Vereinsboss Corny Littmann: "Die HSV-Logen sind exorbitant teuer. Ich denke, wir können da gute Alternativen bieten."

"Noch viel Luft nach oben"

Zunächst aber müssen die noch fehlenden Punkte eingefahren werden, aber Zweifel daran wollen die Profis gar nicht erst aufkommen lassen.

"Wir haben die Klasse zum Aufstieg, bei uns ist sogar noch viel Luft nach oben", sagt Mittelfeldspieler Charles Takyi, der am vergangenen Wochenende mit zwei Toren den Grundstein zum vielleicht vorentscheidenden 6:1-Kantersieg gegen den fast sicheren Absteiger TuS Koblenz legte.

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