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Jos Luhukay stieg bereits mit Mönchengladbach in die Bundesliga auf © getty

Augsburgs Coach gibt im Rennen um den direkten Aufstieg angeblich klein bei. St. Pauli sehnt die Party herbei. Rostock zittert.

Von Olaf Mehlhose

München - Das Aufstiegsrennen spitzt sich zu.

Nachdem der 1. FC Kaiserslautern bereits als Aufsteiger feststeht, kämpfen der FC Augsburg (3.) und der FC St. Pauli (2.) am 33. Spieltag der Zweiten Liga (So., alle Spiele ab 17.15 Uhr LIVE) um den letzten verbliebenen direkten Aufstiegsplatz.

Bei drei Punkten Rückstand und dem deutlich schlechteren Torverhältnis hat das Team von Jos Luhukay die eindeutig ungünstigere Ausgangsposition. (DATENCENTER: Zweite Liga). Siegt St. Pauli in Fürth, ist das Thema Platz zwei für Augsburg durch.

Sollten die Schwaben gegen 1860 München gewinnen, würden sie ihrerseits vorzeitig den Relegationsplatz sichern.

"Hervorragende Ausgangsposition"

Der Fokus von Trainer Luhukay liegt auf dem, was die Augsburger aus eigener Kraft erreichen können.

"Wir haben eine hervorragende Ausgangspostion, um den dritten Tabellenplatz zu sichern", sagte der 46-Jährige: "Mit der tollen Unterstützung unserer Fans wollen wir diesen Sieg erzwingen."

Keine leichte Aufgabe, denn 1860 München wird im Nachbarschaftsduell kaum auf Gegenwehr verzichten. Auch wenn es für die "Löwen" nur noch um Siegprämien geht.

Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden Augsburgs und einem eigenen Sieg bei Rot-Weiß Oberhausen (14.) würde der Viertplatzierte Fortuna Düsseldorf seine Chance auf den dritten Platz wahren.

Matchball für Pauli

"Bei einem Sieg sind wir in die Bundesliga aufgestiegen", sagt unterdessen St. Paulis Coach Holger Stanislawski: "Alle wissen, um was es geht. Ich muss da nichts Lustiges mehr machen, keine Schale an die Kabinenwand nageln."

Für St. Pauli wäre es der fünfte Bundesliga-Aufstieg.

Fernduell im Tabellenkeller

Im Tabellenkeller kämpfen vor allem Hansa Rostock (16.) - im brisanten Ostduell gegen Energie Cottbus - und der FSV Frankfurt (15.), der beim bereits abgestiegenen Schlusslicht Rot Weiss Ahlen zu Gast ist, um den Verbleib in der Zweiten Liga.

Rot-Weiß Oberhausen (14.) und Union Berlin (13.) benötigen jeweils noch einen Zähler, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Punktet Rostock, ist der Vorletzte TuS Koblenz, der Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern empfängt auch theoretisch nicht mehr zu retten.

Sport1.de hat die weiteren Fakten zum 33. Spieltags:

Sonntag (ab 17.30 Uhr)

FC Augsburg - 1860 München

Augsburg, das beste Team der Rückrunde, ist seit zehn Heimspielen ungeschlagen (neun Siege, ein Unentschieden).

1860 München hat von seinen jüngsten fünf Begegnungen nur eine gewonnen. Von den vergangenen vier Auswärtsauftritten gingen drei verloren. (0:1)

SpVgg Greuther Fürth - FC St. Pauli

Die seit fünf Partien ungeschlagenen Fürther spielten zuletzt viermal Unentschieden. Die SpVgg hat noch nie ein Pflicht-Heimspiel gegen St. Pauli verloren (sechs Siege, zwei Unentschieden).

Die Hamburger, die ihre jüngsten beiden Auswärtsauftritte verloren, erzielten beim jüngsten 6:1 gegen Koblenz erstmals seit dem 11. September 2002 (7:1 gegen Braunschweig) mehr als fünf Tore in einem Liga-Spiel. Hinspiel: 2:2

Hansa Rostock - Energie Cottbus

Rostock, das in jedem seiner jüngsten vier Partien mindestens einen Treffer erzielte, ist trotz des jüngsten 1:0-Erfolges in Kaiserslautern das zweitschwächste Team der Rückrunde.

Cottbus hat vier seiner vergangenen fünf Spiele gewonnen und erzielte dabei jeweils mindestens zwei Tore. Die Cottbuser konnten noch nie ein Pflichtspiel in Rostock gewinnen (sieben Niederlagen, drei Unentschieden). (0:0)

MSV Duisburg - Karlsruher SC

Die seit drei Partien sieglosen Duisburger konnten von ihren jüngsten sieben Heimspielen nur eines gewinnen. In den bislang 16 Saison-Heimbegegnungen blieb der MSV nur zweimal ohne Gegentreffer.

Der KSC ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen. Von ihren vergangenen vier Auswärtsauftritten haben die Karlsruher nur einen verloren. (1:0)

Union Berlin - Arminia Bielefeld

Union hat von seinen letzten neun Spielen nur eines gewonnen (vier Unentschieden, vier Niederlagen). Beim jüngsten 2:4 kassierten die Berliner erstmals seit dem 13. September 2009 (5:4 gegen Paderborn) mehr als drei Gegentore.

Die Bielefelder, die in jedem ihrer vergangenen sieben Auftritte mindestens einen Treffer erzielten, konnten aus den jüngsten fünf Partien nur einen Dreier einfahren. (1:1)

SC Paderborn - Alemannia Aachen

Paderborn, das aus den jüngsten drei Begegnungen sieben Zähler einfuhr, kassierte in der Rückrunde bislang 24 Gegentore - mehr kassierte nur der Vorletzte TuS Koblenz (27).

Die seit drei Spielen ungeschlagenen Aachener haben nur einen ihrer jüngsten sieben Auftritte verloren. (1:1)

TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern

Koblenz hat nach drei Begegnungen ohnen Sieg nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Beim jüngsten 1:6 gegen St. Pauli kassierten die Koblenzer ihre höchste Niederlage seit dem 19. Oktober 2008 (0:9 in Rostock).

Spitzenreiter Kaiserslautern schaffte trotz der jüngsten 0:1-Pleite gegen Rostock den vorzeitigen Bundesliga-Aufstieg. Gegen Rostock blieb der FCK zum sechsten Mal in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer. (0:3)

Rot Weiss Ahlen - FSV Frankfurt

Ahlen plant nach sieben Niederlagen in Serie, davon fünf ohne eigenen Treffer, bereits für die kommende Drittliga-Saison.

Frankfurt, das in dieser Saison auswärts nur dreimal ohne Gegentor blieb, hat nach sieben Zählern aus den vergangenen drei Auftritten wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt. (0:0)

Rot-Weiß Oberhausen - Fortuna Düsseldorf

Oberhausen hat von seinen jüngsten sechs Partien ebenso nur eine verloren wie die Düsseldorfer auch. RWO hat seine letzten vier Heimspiele souverän gewonnen.

Düsseldorf holte aus seinen jüngsten vier Auswärtsauftritten nur zwei Zähler. (0:2)

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