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Die Rostocker Bülow (l.) und Johannsson wollen Frankfurt noch abfangen © getty

Während Hansa Rostock unbedingt den Relegationsplatz verlassen will, hofft Düsseldorf noch darauf, Augsburg abzufangen.

Von Christian Stüwe

München - Für die einen ist er ein Fluch, für die anderen Segen.

Am 33. Spieltag der Zweiten Liga (alle Spiele ab 17.15 Uhr LIVE) steht der Kampf um die Relegationsplätze im Vordergrund.

Während Augsburg (58 Punkte) den Relegationsplatz für die Aufstiegsspiele sichern will, würde Fortuna Düsseldorf (53) liebend gern die letzte theoretische Chance auf den Durchmarsch wahren.(DATENCENTER: Zweite Liga)

St. Pauli (61) hingegen möchte auf keinen Fall mehr in die Playoff-Spiele gehen, sondern direkt aufsteigen.

Taktieren unmöglich

Hansa Rostock (35) kann den Abstiegs-Relegationsplatz nicht mehr aus eigener Kraft verlassen, hofft aber doch noch darauf, den FSV Frankfurt (36) in die Spiele gegen den Dritten der Dritten Liga schicken.

Oberhausens (41) und Union Berlins (41) Sorgen sind wohl nur noch theoretisch.

"Wir konzentrieren uns nur auf unser Spiel, dass wir mit aller Macht gewinnen müssen", sagt Rostocks Trainer Marco Kostmann vor dem schweren Ost-Derby gegen Energie Cottbus.

"Taktieren können wir ohnehin nicht, also brauchen wir auch erst hinterher zu schauen, wie Frankfurt und Oberhausen gespielt haben", erklärt der Coach, für dessen Team ohnehin nur ein Sieg zählt.

Härtere Gangart angekündigt

Kostmann erwartet von seiner Mannschaft, dass sie von Anfang an "volle Pulle spielt". Offenbar wollen die Norddeutschen dabei auch die etwas härtere Gangart einschlagen.

"Wir werden keine Rücksicht nehmen auf eventuelle personelle Konsequenzen für das Düsseldorf-Spiel", sagt Kostmann: "Wir haben genug personelle Alternativen."

Cottbus hat nichts zu verschenken

Cottbus ist jenseits von Gut und Böse. Herschenken wird Energie das Spiel aber trotzdem nicht. Denn in der Lausitz wurde ein neues Ziel ausgerufen, die Fans forderten die "Ost-Meisterschaft" ein.

Und Trainer Pele Wollitz will es Hansa so schwer wie möglich machen: "Wir haben nichts zu verschenken. Von den letzten fünf Spielen haben wir vier gewonnen. Den Trend wollen wir fortsetzen, die Mannschaft ist gut drauf."

Frankfurt beim Absteiger

Eine vermeintlich leichtere Aufgabe hat der FSV Frankfurt zu lösen. Die Hessen treten beim abgeschlagenen Schlusslicht und feststehenden Absteiger Ahlen an.

"Das wird sicher kein Spaziergang, die Ahlener Spieler haben die Chance, sich für andere Vereine zu empfehlen", glaubt aber Trainer Hans-Jürgen Boysen.

Zwischenzeitlich hatte sich der FSV nur das Ziel Relegationsplatz gesetzt, nach toller Aufholjagd will die Truppe vom Bornheimer Hang nun aber mehr.

"Wir sind die bessere Mannschaft, mit diesem Selbstbewusstsein fahren wir nach Ahlen und wollen unbedingt einen Dreier mitnehmen", sagt Manager Bernd Reisig.

Düsseldorf träumt noch

Oberhausen will den letzten nötigen Punkt zum Klassenerhalt zu Hause gegen Düsseldorf holen. Doch die Fortuna träumt noch davon, Augsburg von Rang drei zu verdrängen.

"Erst nach dem 34. Spieltag wird abgerechnet", meint Trainer Norbert Meier: "Solange die rechnerische Chance auf Platz drei noch besteht, werden wir alles in die Waagschale werfen und versuchen die letzten beiden Spiele zu gewinnen."

Dann müssten die Rheinländer allerdings noch auf Schützenhilfe des TSV 1860 München hoffen, die im Derby in Augsburg antreten.

Luhukay will Derby-Sieg wiederholen

Das Hinspiel hat der FCA in München mit 0:1 verloren, nun soll Wiedergutmachung her.

"Ich würde mich freuen, wenn uns wie in meinem ersten Derby im letzten Jahr wieder ein dreifacher Punktgewinn gelingt", erklärt Trainer Jos Luhukay.

Luhukay seinerseits kündigte bereits an, dass er mit dem Verteidigen des Relegationsplatzes zufrieden sei.

St. Pauli will Fürth-Fluch ablegen

Allerdings scheint es schwer vorstellbar, dass der FCA nach der tollen Saison nicht doch noch nach Platz zwei und dem FC St. Pauli schielt.

Die Kiezkicker könnten mit einem Dreier in Fürth aber alle Zweifel beseitigen und aufsteigen. Auch wenn die Norddeutschen gegen die Franken zuletzt oft nicht gut aussahen.

Seine Spieler hätten nun die Chance, den "Fürthfluch abzulegen", erklärte Coach Holger Stanislawski.

Wie auch immer, der Spieltag wird ein ganzes Stück mehr Gewissheit bringen, wer den Aufstiegs-Relegationsplatz erreicht und wer im Abstiegskampf Ende Mai nachsitzen muss.

Für die einen wird es ein Fluch, für die anderen ein Segen.

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