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Tim Sebastian wechselte vor der Saison vom KSC zu Hansa Rostock © getty

Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FSV die scheinbar leichtere Aufgabe. Doch die Hansa spielt einen Joker aus.

München - Frankfurt oder Rostock statt Kaiserslautern oder St. Pauli: Am abschließenden 34. Spieltag der Zweiten Liga stellt der Kampf um den direkten Klassenerhalt sogar das Meisterschaftsrennen in den Schatten.

Wenn am Sonntag (alle Spiele ab 14.45 Uhr LIVE) der letzte Anpfiff der Saison 2009/2010 ertönt, dann geht es für den FSV Frankfurt (37 Punkte) und Hansa Rostock (36) nur noch um die Frage: Rettung oder Relegation gegen den FC Ingolstadt? (DATENCENTER: Zweite Liga)

Die derzeit auf Relegationsplatz 16 stehenden Rostocker haben von der Papierform her die schwierigere Aufgabe: Die Mecklenburger müssen in Düsseldorf antreten.

Ratajczak kann Geschichte schreiben

Die Fortuna ist in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen und hat seit acht Heimspielen kein Gegentor kassiert.

Torhüter Michael Ratajczak könnte somit zum ersten Torhüter im deutschen Profifußball werden, der in einer kompletten Halbserie ohne Gegentor im heimischen Stadion bleibt.

Relegation im Auge

Kein Wunder, dass Hansa-Abwehrspieler Tim Sebastian die Spiele der Relegation am 14. und 17. Mai (jeweils 20.30 Uhr) bereits im Auge hat. "Wir müssen uns noch auf drei Spiele konzentrieren", meinte Sebastian.

Der Hansa-Kogge ist im Kampf um den direkten Klassenverbleib aber kein Weg zu weit.

Der Ex-Bundesligist nahm in der Vorbereitung auf den 34. Spieltag den Umweg über das thüringische Weißensee in Kauf, um sich optimal vorzubereiten.

Kapitän Retov gesperrt

"Aberglaube ist etwas für Schwache. Damit hat das nichts zu tun", sagte Hansa-Trainer Marco Kostmann der "Schweriner Volkszeitung" über den Trip.

Man reise nur deshalb nach Weißensee, um bessere Bedingungen fürs Training vorzufinden. Im heimischen Rostock seien die Übungsplätze wegen der Dauerbelastung in einem katastrophalen Zustand, erklärte Kostmann.

In Düsseldorf muss Rostock auf Oliver Schröder (Jochbeinbruch) verzichten. Kapitän Martin Retov ist noch gesperrt und wäre erst im zweiten Relegationsspiel wieder spielberechtigt.

"Wunderbare Ausgangsposition"

Als leichter Favorit geht der FSV Frankfurt im Duell gegen die bereits abgestiegene TuS Koblenz aufs Feld: Von den zurückliegenden 14 Partien hat der FSV lediglich zwei verloren und holte als siebtbeste Rückrundenmannschaft 24 Punkte.

"Auf dieses Endspiel sollte sich jeder freuen", sagt Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Boysen und sprach von einer "wunderbaren Ausgangsposition". Man werde die Chance nutzen.

SPORT1 hat die weiteren Fakten zum 34. Spieltags:

Karlsruher SC - SpVgg Greuther Fürth:

Der KSC, der seit sechs Begegnungen ungeschlagen ist, hat drei seiner jüngsten vier Heimspiele gewonnen.

Fürth blieb zwar auswärts zuletzt fünfmal ohne "Dreier", spielte dabei aber viermal Unentschieden. Die Franken konnten von ihren bislang 16 Pflicht-Gastspielen in Karlsruhe nur zwei gewinnen. (Hinrunde: 4:1)

Alemannia Aachen - MSV Duisburg:

Aachen hat von seinen letzten acht Spielen nur zwei verloren. Duisburg, das zuletzt viermal sieglos blieb, hat von seinen bislang 18 Begegnungen in Aachen nur zwei gewonnen, darunter das jüngste Duell am 2. März 2009. (Hinrunde: 2:0)

Arminia Bielefeld - Rot-Weiß Oberhausen:

Bielefeld hat drei seiner jüngsten vier Begegnungen verloren.

Die Arminen kassierten in jedem ihrer letzten sechs Partien mindestens ein Gegentor. Oberhausen, das von seinen jüngsten vier Spielen nur eines gewonnen hat, musste in jedem seiner vergangenen zwölf Auswärtsspiele mindestens einen Gegentreffer hinnehmen. (Hinrunde: 0:0)

Energie Cottbus - Rot Weiss Ahlen:

Cottbus hat seine letzten drei Heimspiele mit jeweils vier erzielten Toren gewonnen.

Nach zuvor sieben Niederlagen in Serie kam Ahlen zuletzt zumindest zu einem 0:0 gegen Frankfurt. Dabei blieben die Ahlener, die längst als Absteiger feststehen, zum fünften Mal in Folge ohne eigenen Treffer. (Hinrunde: 4:0)

1. FC Kaiserslautern - FC Augsburg:

Kaiserslautern verbuchte in den letzten fünf Spielen nur einen Sieg.

Der FCA, der aus den vergangenen drei Partien insgesamt sieben Zähler holte, verlor drei seiner letzten vier Auswärtsspiele ohne eigenes Tor. (Hinrunde: 1:4)

1860 München - Union Berlin:

Die seit drei Begegnungen sieglosen Münchner kassierten bei ihren jüngsten sieben Auftritten jeweils mindestens ein Gegentor.

Union hat sich mit zwei Siegen aus den letzten drei Begegnungen vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. (Hinrunde: 1:1)

FC St. Pauli - SC Paderborn (alle Sonntag, 15 Uhr): St. Pauli, das mit drei deutlichen Siegen aus den letzten vier Spielen vorzeitig den Aufstieg geschafft hat, hat seine vergangenen vier Heimpartien gewonnen.

Die seit vier Spielen ungeschlagenen Paderborner blieben bei ihren bislang drei Partien auf St. Pauli noch ohne Punkt. (Hinrunde: 1:2)

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