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Steffen Wolfarth erzielte gegen Hansa Rostock den 1:0-Siegtreffer © getty

Der Drittligist gewinnt das Relegationshinspiel gegen harmlose Rostocker. Steffen Wohlfahrt erzielte das entscheidende Tor.

Ingolstadt - Der FC Ingolstadt hat einen großen Schritt in Richtung Zweitliga-Aufstieg gemacht, Hansa Rostock droht erstmals in der Vereinsgeschichte der Sturz in die Drittklassigkeit.

Ohne die Unterstützung der eigenen Fans kassierte der Traditionsklub im Relegations-Hinspiel beim FC Ingolstadt eine 0:1 (0:0)-Niederlage und hat damit vor dem Rückspiel am Montag (ab 20.15 Uhr LIVE) in Rostock die schlechteren Karten.

Steffen Wohlfarth erzielte vor 7538 Zuschauern in der 73. Minute den Siegtreffer für die Bayern und sorgte damit für den nächsten Rostocker Tiefschlag nach all den Negativ-Schlagzeilen der letzten Wochen. (DATENCENTER: Die Relegation)

Wiesinger von "Leidenschaft" begeistert

So musste Hansa in Ingolstadt ohne eigene Fans auskommen, nachdem der DFB den Anhängern im Zuge der Krawalle in Düsseldorf am letzten Zweitliga-Spieltag die Reise nach Ingolstadt untersagt hatte.

FCI-Coach Michael Wiesinger war nach der Partie vor allem von der "Leidenschaft" seines Teams begeistert. "Genau als das Spiel auf der Kippe stand, haben wir zugeschlagen. Ich bin sehr zufrieden. Das 1:0 ist ein gutes Ergebnis für uns", so Wiesinger weiter.

Sein Gegenüber Marco Kostmann war hingegen bedient: "Wir hatten heute nur eine halbe Torchance. Das ist einfach zu wenig."

Nervöser und ruppiger Beginn

Eine Glanzvorstellung war die Partie aber keineswegs, weder von den Rostockern noch vom FCI.

Im Kampf um den letzten Platz für die kommende Zweitliga-Saison präsentierten sich beide Mannschaften vor 7000 Zuschauern überaus nervös. In einer ruppigen Partie kam nur selten Spielfluss auf, sodass Torchancen Mangelware blieben.

Hansa anfangs sehr defensiv

Insbesondere Hansa agierte sehr defensiv und war in erster Linie auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht. Aber auch von der hochgelobten FCI-Offensive, die in der abgelaufenen Drittliga-Saison für 72 Tore verantwortlich zeichnete, war nur wenig zu sehen.

Ein Freistoß von Ingolstadts Ralf Keidel (8.) und ein Kopfball von Malte Metzelder (44.) waren im ersten Durchgang die einzigen Aktionen, die zumindest einmal halbwegs für Torgefahr sorgten.

Hansa-Fans ausgeschlossen

"Wir wollten hinten sicher stehen. Das ist uns gelungen", lobte Hansa-Manager Rene Rydlewicz seine Mannschaft zur Pause und äußerte sein Bedauern, ohne die eigenen Fans auskommen zu müssen:

"Wir haben Leute, Kriminelle, die Dinge getan haben, die nicht erlaubt sind. Es ist schade, dass andere darunter leiden müssen. Wir müssen die Kriminellen loswerden."

Rostock nach der Pause mutiger

Zumindest aus fußballerischer Sicht haben die Hansa-Anhänger aber nicht allzu viel verpasst. Immerhin agierte die Mannschaft von Trainer Kostmann im zweiten Durchgang mutiger und kam durch Fin Bartels sogar zur ersten Torchance (56.).

Ingolstadt fiel in der Phase nicht mehr allzu viel ein und wusste den letzten DDR-Meister kaum mehr unter Druck zu setzen.

Wolfarth warnt vor dem Rückspiel

Umso überraschender fiel der Führungstreffer für die Gastgeber. Nach einer Flanke von Moritz Hartmann beförderte Wohlfahrt den Ball mit der Brust über die Linie.

Dabei machte Hansa-Keeper Alexander Walke keine gute Figur, als er den Ball durch die Beine rutschen ließ.

"Das war natürlich ein glückliches Tor", gestand der Matchinner, der zugleich vor dem Rückspiel warnend der Zeigefinger hob: "In Rostock warten 30.000 Zuschauer auf uns. Das wird nicht leicht."

Kurz darauf hatte sogar noch der eingewechselte Fabian Gerber die große Chance zum 2:0.

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