vergrößernverkleinern
Kevin Schindler (r., mit Cetkovic und Retov) hat ein Tor selbst erzielt © imago

Mit dem höchsten Sieg in der Zweiten Liga gelingt den Rostockern der Anschluss ans obere Tabellendrittel. Koblenz spielt desaströs.

Rostock - Hansa Rostock hat mit dem höchsten Sieg in der Geschichte der Zweiten Liga den Anschluss an die Aufstiegplätze gewahrt.

Der Absteiger feierte gegen die TuS Koblenz einen 9:0 (3:0)-Kantersieg und feierte damit auch seinen bisher höchsten Punktspielsieg im deutschen Profifußball.

Hansa steigerte dank der Treffer von Orestes (21., 52.), Enrico Kern (33., 76.), Kevin Schindler (28.), Fin Bartels (65.), Benjamin Lense (81.), Robert Lechleitner (90.) sowie einem Eigentor von Andreas Richter (63.) seine Punkteausbeute auf zwölf Zähler (Platz sieben).

"Das war ein einmaliges Erlebnis", erklärte Hansa-Coach Frank Pagelsdorf, der sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen konnte. "Wir haben sicherlich für die Zuschauer ein tolles Spiel abgeliefert."

Die schwachen Gäste (acht Punkte) kassierten dagegen die höchste Niederlage ihrer Zweitliga-Zugehörigkeit und warten weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

"Sowas habe ich noch nie erlebt"

Ich bin konsterniert", versuchte TuS-Trainer Uwe Rapolder seine Stimmung in Worte zu fassen. "Ich bin seit 1991 Trainer, aber sowas habe ich noch nie erlebt."

Vor zwei Wochen hatte seine Mannschaft noch 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen, die Klatsche bei Rostock ist für den Coach einfach nur "unfassbar".

Erstes Tor in Minute 21

Vor 11.000 Zuschauern waren die Gastgeber in allen Belangen überlegen.

Kern scheiterte beim ersten gefährlichen Angriff (13.) noch an TuS-Keeper David Yelldell, doch Orestes versenkte per Kopf nur acht Minuten später einen Freistoß des neuen Hansa-Kapitäns Martin Retov und startete damit einen Sturmlauf.

Schindler hämmerte einen Freistoß aus 17 Metern zum 2:0 ins rechte Toreck.

Dem 3:0 ging eine sehenswerte Kombination über Djordjije Cetkovic und erneut Schindler voraus.

Demontage der Gäste

Rapolder war so enttäuscht von seinem Team, dass der Coach ohne Anzeichen von Verletzungen bereits zweimal vor der Pause wechselte.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich jedoch die Demontage der Gäste nahtlos fort.

"Das war ein sensationeller Sieg", meinte dann auch Schindler, der an insgesamt fünf Toren direkt oder indirekt beteiligt war.

Starker Schindler

Beste Hansa-Spieler waren der zweifache Torschütze Orestes, der dänische Spielmacher Retov und der bewegliche Schindler.

Auf Koblenzer Seite erreichte kein Spieler Normalniveau, so dass Rapolder viel Arbeit vor sich hat, um diese Leistung aufzuarbeiten.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel