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Schenken sich nichts: Aachens Thomas Stehle (r) und der Mainzer Aristide Bance © getty

Der Sieg über Mainz bringt Aachen an die Aufstiegsränge heran. Für schlechte Stimmung sorgt aber eine Rücktrittserklärung.

Aachen - Durch die erste Niederlage im zehnten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Jörn Andersen hat der FSV Mainz 05 die Rückkehr an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga verpasst.

Die Rheinhessen verloren bei Alemannia Aachen verdient 0:2 (0:2) und sind mit 17 Punkten Tabellenzweiter hinter dem rheinland-pfälzischen Rivalen 1. FC Kaiserslautern (19).

Bis zum Montag waren die Mainzer als einziges Team der drei deutschen Profiligen ohne Niederlage.

Die vor allem im ersten Durchgang stark aufspielenden Aachener verbesserten sich durch den vierten Sieg im vierten Heimspiel der Saison auf den siebten Platz.

Nemeth und Auer treffen

Die Treffer erzielten der Slowake Szilard Nemeth (25.) und der frühere Mainzer Benjamin Auer (40.), der bereits zum sechsten Mal in dieser Spielzeit erfolgreich war.

Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke gab vor dem Spiel bekannt, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag wegen interner Querelen nicht verlängern und somit nach siebeneinhalb Jahren am Tivoli aufhören wird.

Durch den Aachener Sieg gab es an diesem Spieltag erstmals seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga 1981 ausschließlich Heimsiege.

Noch ein Rekord

Es war bereits der zweite Rekord an diesem Wochenende, nachdem Hansa Rostock durch das 9:0 gegen TuS Koblenz den höchsten Erfolg der Zweitliga-Geschichte gefeiert hatte.

Vor 18.907 Zuschauern auf dem Tivoli entwickelte sich von Beginn an eine rasante Partie, in der die Gastgeber zunächst klar den Ton angaben. Überragend spielte in der ersten Halbzeit U19-Nationalspieler Lewis Holtby.

Nachdem Nemeth beim 1:0 von einem Fehler des FSV-Keepers Dimo Wache profitiert hatte, bereitete Holtby mit einer Maßflanke auch den zweiten Treffer vor.

Überraschung durch Schmadtke

"Er hat den Schwung aus der Nationalmannschaft mitgenommen mit der Qualifikation. Und man sieht auch bei uns, was er darauf hat", lobte Aachens Coach Jürgen Seeberger den forschen Auftritt seines Youngsters.

Mainz' Trainer Jörn Andersen dagegen haderte nach Abpiff über die verpasste Chance an die Tabellenspitze: "Ich bin kein guter Verlierer. WIr haben uns bei beiden Toren dumm angestellt."

Dumm aus der Wäsche guckten die Fans, als vor dem Match bekannt wurde, dass Sportdirektor Schmadtke aufhören wird. Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer erklärte: "In den letzten Monaten war das Verhältnis nicht so, dass wir beide unumschränkt weitermachen wollten. Er wollte ja schon mal im März die Brocken hinwerfen."

Holtby glänzt

Neben Holtby gefiel bei Aachen vor allem Nemeth. Bei Mainz hinterließen Miroslav Karhan und Aristide Bance noch den besten Eindruck.

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