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Seit seinem Amtsantritt ist der Club sieglos. Michael Oenning erklärt was besser werden muss © getty

Unter Michael Oenning ist der Club noch sieglos. Der Trainer spricht mit Sport1.de über die Gründe und seine Lösungsansätze.

Von Michael Schulz

München - Vor der Saison war man sich einig: Auf dem Weg zum Aufstieg führt kein Weg am 1. FC Nürnberg vorbei.

Doch nach dem 7. Spieltag stellt sich die Situation in der Zweiten Liga anders dar als erwartet.

Der Club rangiert mit sechs Punkten nur knapp über den Abstiegsplätzen, nach dem schwachen Saisonstart musste Thomas von Heesen seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger ist Ex-Co-Trainer Michael Oenning.

Doch auch unter Oenning will sich der Erfolg bislang nicht einstellen, in fünf Spielen unter seiner Regie konnten die Franken noch keinen "Dreier" einfahren.

Am Freitag soll nun ausgerechnet gegen den starken Tabellenzweiten aus Freiburg (ab 17.45 Uhr LIVE) der Knoten platzen. Im Interview mit Sport1.de spricht FCN-Trainer Oenning über siene bisherige Bilanz, den Gegner aus dem Breisgau und die Aussichten für den Rest der Saison.

Sport1.de: Herr Oenning, wie lautet Ihre bisherige Bilanz beim 1. FC Nürnberg?

Michael Oenning: Ich bin mal gerade 50 Tage im Amt, da ist es noch zu früh, ein Fazit zu ziehen. Aber natürlich hätte ich mich schon gefreut, wenn wir einmal gewonnen hätten. Denn mit jedem Sieg tankt die Mannschaft Selbstvertrauen, bekommt mehr Ruhe und Normalität.

Sport1.de: Drei Unentschieden, zwei Niederlagen stehen bislang auf Ihrem Konto. Was hat bisher zum ersten Sieg gefehlt?

Oenning: Es hat die Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor gefehlt, da hätten wir nachsetzen und nachlegen müssen. Sicher, wir hätten schon Spiele gewinnen können, wie gegen Aachen oder in Wehen Wiesbaden. Es fehlt uns aber auch in manchen spielentscheidenden Situationen das Glück. Das war in den letzten Spielen nicht so.

Sport1.de: Warum?

Oenning: Wie eingangs erwähnt, uns fehlt hier und da das Selbstvertrauen. In Ahlen hätte ich mir nach der Führung schon gewünscht, dass wir dieses Spiel nach Hause bringen. Aber zu diesem Zeitpunkt waren wir noch nicht stabil genug. Ich denke, dass wir jetzt schon einen Schritt weiter sind.

Sport1.de: Wie beurteilen Sie die Zweite Liga in punkto Überraschungen und Enttäuschungen?

Oenning: Es ist schon überraschend, dass Mannschaften wie Freiburg, Mainz oder Kaiserslautern, die eigentlich neu zusammengestellt wurden, so klar vorne liegen. Aber das sind Momentaufnahmen, eine echte Bilanz lässt sich erst nach der Hinrunde ziehen.

Sport1.de: Sie haben viel Sympathie bei den Fans. Spüren Sie trotzdem schon den Druck aus dem Umfeld aufgrund des bislang ausbleibenden Erfolges?

Oenning: Nicht nur das Umfeld, sondern auch wir Trainer und Spieler sind nicht zufrieden. Ich spüre keinen Druck und habe auch keine Angst um meinen Job, denn um mich geht es auch nicht.

Sport1.de: Sondern?

Oenning: Es ist wichtig, was die Mannschaft auf dem Platz zeigt. Die Mannschaft hat Qualität, und diese muss sie auch nachweisen.

Sport1.de: Warum kann der Kader die Qualität bisher nicht auf dem Platz umsetzen?

Oenning: Da gibt es eine Menge von Gründen, das Selbstvertrauen, eine junge Mannschaft, Verletzungen, Führungsspieler, die wieder zu alter Stärke finden müssen. Aber das alles muss auch einmal hinter uns liegen, wir schauen nach vorne!

Sport1.de: Wen meinen Sie konkret?

Oenning: Ich werde in der Öffentlichkeit keinen einzelne Namen nennen. Außerdem spielt die Mannschaft als Kollektiv. Sie müssen sich zusammenreißen und gegenseitig helfen.

Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews

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