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Michael Oennings Vertrag beim Club läuft noch bis zum 31. Juni 2009 © getty

Unter Michael Oenning ist der Club noch sieglos. Der Trainer spricht mit Sport1.de über die Gründe und seine Lösungsansätze.

Im zweiten Teil des Interviews spricht Nürnbergs Chef-Trainer Michael Oenning bei Sport1.de über die Abwehrschwäche des Clubs.

Er spricht auch über das Vertrauen in seinen Kader und mögliche Verstärkungen bis zur Winterpause.

Außerdem erklärt er seine Taktik für das wichtige Spiel gegen Freiburg und sagt warum der Gegner in gewisser Weise auch Vorbild für die Nürnberger sein kann.

Sport1.de: Und wie bringen Sie die erfahrenen Kräfte auf Kurs?

Oenning: Durch persönliche Gespräche, durch Ansprache im Training. Es ist doch wichtig, die Spieler an ihre Stärken zu erinnern. Und ich bin ganz optimistisch, dass wir uns über den Weg der kleinen Schritte schon bald wieder anders präsentieren.

Sport1.de: Kritik gab es immer wieder an der Mannschaft, die in punkto Einstellung nicht konstant genug auftritt. Können Sie diese Bewertung teilen?

Oenning: Nein, es geht, wie schon gesagt, um das Selbstvertrauen, das wir uns erarbeiten müssen.

Sport1.de: Oft musste der Club einem frühen Gegentor hinterher rennen. Kann in der Defensive keiner den verletzten Routinier Andreas Wolf ersetzen?

Oenning: Das war zwar in den letzten Spielen nicht mehr der Fall, aber es ist so, dass wir oft unsere Grundtaktik umstellen und auf machen mussten, um einen Rückstand auszugleichen. Sicherlich fehlt Andreas Wolf, aber das kann keine Ausrede sein, wir haben genügend Abwehrspieler im Kader. Schließlich ist aber die ganze Mannschaft gefordert, in der Defensive mitzuarbeiten und Lücken zu schließen.

Sport1.de: Der Verein steht finanziell gut da. Werden Sie noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden und einen vereinslosen Spieler verpflichten?

Oenning: Im Moment können wir nichts machen und es macht auch keinen Sinn, weil wir uns ja die neuen Spieler herausgesucht haben. Wir werden mit diesem Kader bis zur Winterpause durchspielen und dann schauen.

Sport1.de: Am Freitag kommt der Zweite SC Freiburg, der dort steht, wo eigentlich der FCN stehen möchte. Wie wollen Sie den aktuellen Zehn-Punkte-Abstand zu dem spielstarken Gegner verkürzen?

Oenning: Am schnellsten, wenn wir gewinnen und einem Konkurrenten die Punkte abnehmen. Das ist aber nicht einfach, denn Freiburg ist eine sehr spielstarke Mannschaft, stellt die beste Abwehr der Liga. Wir müssen geduldig sein, das Spiel der Freiburger unterbinden, unser eigenes Spiel entwickeln und die wenigen Chancen, die man gegen so einen Gegner bekommt, nutzen.

Sport1.de: Wie wollen Sie die Freiburger schlagen?

Oenning: Wir müssen aus einer kontrollierten Offensive spielen, nachschieben und den Torabschluss, sei es aus Standards oder aus dem Spiel heraus, suchen. Es darf aber keiner erwarten, dass wir Freiburg aus dem Stadion schießen. Das wird nicht funktionieren.

Sport1.de: Vor der Saison wurde der Aufstieg als Ziel ausgegeben. Ist dieses Ziel noch zu erreichen?

Oenning: Wir werden die Augen nicht vor der Situation verschließen, aber im Fußball ist alles möglich. Freiburg hat vor zwei Jahren mit einer fulminanten Rückrunde fast noch den Aufstieg geschafft und ist am Ende nur am Torverhältnis gescheitert. Wir müssen aber auch realistisch sein: momentan haben wir als 14. wenig Argumente - aber das heißt ja nicht, dass alles so bleiben muss.

Hier geht's zum ersten Teil des Interviews

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