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Aachen-Keeper Thorsten Stuckmann (l.) wechselte 2007 von Braunschweig an den Tivoli © imago

Zum Abschluss des 8. Spieltags empfängt Aachen den FSV Mainz 05. Ein Sieg und die Rheinhessen lösen Kaiserslautern an der Spitze ab.

Von Tobias Schneider

Aachen - Die Vorzeichen versprechen einen packenden Montagabend-Krimi, wenn die heimstarken Alemannen den Zweitplatzierten aus Mainz empfangen (ab 20 Uhr LIVE ).

Auf heimischem Platz ist Aachen in dieser Spielzeit in drei Auftritten noch ohne jeden Punktverlust, Mainz dagegen ist die einzige Mannschaft im deutschen Profifußball, die noch kein Match verloren hat.

Klar ist: Eine Serie geht zu Ende. Egal, wie das Spiel endet.

Amri fällt aus

Mit einem Dreier in Aachen können die Rheinhessen den 1. FC Kaiserslautern vom Platz an der Sonne verdrängen und sich die Tabellenführung zurückerobern.

Allerdings drückt die Verletzenliste den Mainzern aufs Gemüt.

Ersatzkeeper Daniel Ischdonat (Sprunggelenk), Christian Demirtas (Patellasehne) mussten sich jüngst unters Messer legen, nun fällt auch der zuletzt formstarke Chadli Amri aus.

Der Algerier klagt über chronische Schmerzen im Fuß und musste ebenfalls operiert werden.

Voraussichtlich wird der 23-Jährige in der Hinrunde nicht mehr zum Einsatz kommen.

"Sicherlich ist Chadli sehr wichtig für uns. Ich bin aber kein Trainer, der sich über den Ausfall verletzter Spieler beklagt, sondern einer, der mit den Spielern arbeitet, die ihm zur Verfügung stehen", trotz Mainz-Coach Jörn Andersen der Verletztenmisere.

Aachen in der Pflicht

Nach sieben absolvierten Spielen hinken die ambitionierten Aachener den eigenen Erwartungen hinterher. Zehn Punkte stehen erst zu Buche, gleichbedeutend mit Tabellenplatz zehn. Zu wenig für die Ansprüche der Gelb-Schwarzen.

"Natürlich müssen wir uns steigern, da steht der eine oder andere jetzt deutlich in der Pflicht. Ich will unendliche Geschlossenheit sehen", nimmt Alemannia-Trainer Jürgen Seeberger seine Spieler in die Verantwortung.

Bittere 0:3-Heimpleite

Die Statistik spricht zumindest für die Gastgeber:

Von den letzten vier Duellen entschied Aachen drei Partien für sich, aber: Ausgerechnet der letzte Vergleich am Tivoli ging aus Aachener Sicht sang- und klanglos in die Hose. Mit 0:3 zog die Alemannia den Kürzeren, Felix Borja markierte alle Treffer für die Mainzer.

In den Mainzer Hinterköpfen ist der Sieg aber nicht ständig präsent, dafür sorgt Andersen:

"Ich rede nicht so gerne über das letzte Jahr. Jedes Spiel muss erst gespielt werden. Und auch dieses fängt beim Stand von 0:0 an."

Fast alle Mann an Bord

Bis auf Faton Popova, Mirko Casper und den rotgesperrten Luksaz Szkuala kann Seeberger, dessen Team in den kommenden elf Tagen vier Spiele bestreitet, aus dem Vollen schöpfen.

Innenverteidiger Seyi Olajengbesi hat seine Knieblessur überwunden. Ob der 27-jährige Nigerianer von Beginn an aufläuft, ist aber noch ungewiss.

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