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Berkant Göktan schoss 20 Tore in 37 Zweitliga-Spielen für 1860 © getty

Der wegen Kokain-Konsum gefeuerte 1860-Angreifer hat ein Verfahren am Hals. In Aachen sucht ein Quartett den neuen Sportdirektor.

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kokainmissbrauchs gegen den von 1860 München fristlos gefeuerten Stürmer Berkant Göktan.

"Das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden. Er hat gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen", sagte Christian Schmidt-Sommerfeld von der Münchner Staatsanwaltschaft.

Die Polizei ist beauftragt, Göktan und die Verantwortlichen von 1860 in nächster Zeit zu vernehmen.

Göktan soll jedoch ins Ausland geflogen sein. Sein Drogenkonsum war durch eine von den "Löwen" angeordnete Analyse einer Urinprobe aufgefallen.

Kein Fall für den DFB

Da Göktan in dieser Saison kein Pflichtspiel bestritten hat, droht 1860 kein Verfahren oder ein Punktabzug durch den DFB.

Dass Göktan nach der Überwindung seiner Probleme zu 1860 München zurückkehren könnte, schloss Trainer Marco Kurz aus.

"Was sich Göktan geleistet hat, ist mit nichts zu entschuldigen", erklärte der Coach: "Berkant hat den Verein mit Füßen getreten. Solange ich Trainer bin, hätte er nicht mehr bei uns gespielt."

"Schwierige Lebenssituation"

Göktan selbst hat sich bislang nicht geäußert, dafür sein Anwalt. "Herr Göktan bedauert außerordentlich die Gründe, die zur fristlosen Kündigung geführt haben und entschuldigt sich beim Verein und den Fans", heißt es in einer Verlautbarung.

Über Einzelheiten äußere er sich zur Zeit nicht, sondern weise "lediglich darauf hin, dass sein Verhalten auf eine schwierige Lebenssituation zurückzuführen ist."

Quartett sucht Schmadtke-Nachfolger

Bei Ligakonkurrent Aachen sucht ein Quartett um Geschäftsführer Frithjof Kraemer den neuen Sportdirektor.

Die ehemaligen Alemannia-Profis Erik Meijer und Eric van der Luer sowie Scout Hermann Grümmer stehen Kraemer zur Seite.

Diese "Task Force" soll auch zunächst die Aufgaben des am Montag beurlaubten Jörg Schmadtke übernehmen, wie der Aachener Aufsichtsrat beschloss.

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