vergrößernverkleinern
Dorge Kouemaha kam für 550.000 Euro vom ungarischen Erstligisiten VCR Debreceni © getty

Nach dem Kantersieg gegen Ingolstadt muss Duisburg in Mainz ran, Koblenz hofft gegen Nürnberg auf Wiedergutmachung. Die Vorschau.

Von Tobias Schneider

München - Nach Startschwierigkeiten in der Zweiten Liga scheint der MSV Duisburg nach dem jüngsten 6:1-Kantersieg gegen den FC Ingolstadt in der Liga endlich angekommen zu sein.

Ob der Knoten endgültig geplatzt ist, zeigt sich am Sonntag beim Gastspiel in Mainz (ab 13.45 Uhr LIVE), wenn es am Bruchweg zum Duell der beiden Absteiger kommt.

Für Duisburg geht es nicht nur darum, an die tolle Leistung gegen Ingolstadt anzuknüpfen, sondern auch die magere Auswärtsbilanz (ein Sieg, drei Niederlagen) aufzupolieren.

Die Statistik spricht aber für die Gastgeber aus Mainz: Die letzten drei Partien vor heimischer Kulisse haben die 05er allesamt gewonnen, außerdem zogen die Mainzer in elf Vergleichen mit Duisburg nur einmal den Kürzeren.

Herzog statt Starke

Der wiedergenese MSV-Keeper Tom Starke muss sich vorerst mit einem Platz auf der Bank begnügen. Sein Vertreter Marcel Herzog zeigte durchweg starke Leistungen und darf sich berechtige Hoffnungen auf einen erneuten Einsatz machen.

MSV-Trainer Bommer wird vermutlich die gleiche Elf auf den Rasen schicken, die Ingolstadt ein halbes Dutzend Treffer eingeschenkt hat.

Mainz baut auf Heimstärke

Nach der jüngsten Pleite in Aachen, verbunden mit dem Verlust der Tabellenführung, will sich Mainz den Platz an der Sonne zurückerobern. "Es kommt darauf an, dass wir gegen Duisburg die gleiche Heimstärke zeigen, wie die Alemannia gegen uns."

Auf der linken Seite wird Srdjan Baljak nach dem schwachen Auftritt gegen Aachen wohl aus der Anfangsformation rotiert. Jahmir Hyka und Dragan Bogavac stehen als Alternativen bereit.

TuS Koblenz - 1. FC Nürnberg

Während der "Club" seinen Fall mit dem 2:0-Erfolg gegen Freiburg stoppte, erlebte die TuS beim Gastspiel in Rostock ein historisches Debakel.

Mit 0:9 gingen die Mannen von Trainer Uwe Rapolder an der Ostsee unter - eine Woche zuvor hatte Koblenz den 1. FC Kaiserslautern noch mit 5:0 aus dem Stadion geschossen.

In einem "kicker"-Interview kündigt Frank Wiblishauser, Linksverteidider in Diensten der TuS, Wiedergutmachung an: "Ich bin überzeugt, dass es am Sonntag wieder die echte TuS geben wird und nicht die falsche wie gegen Rostock."

Peer Kluge, gegen Freiburg bester Mann auf Seiten der Nürnberger, ist trotz muskulärer Probleme gegen die TuS einsatzbereit: "Bis Sonntag bin ich wieder fit", gibt der 27-Jährige Entwarnung.

Alexander Mitreski wird dem Absteiger dagegen weiter fehlen, der Verteidiger laboriert an einer Wadenverletzung. Auch Michael Kammermeyer fällt nach einer Knieoperation mindestens für zwei Wochen aus.

VfL Osnabrück - 1860 München

Die Sechziger kommen einfach nicht zur Ruhe. Nach dem Katastrophenstart hat sich die Mannschaft langsam gefangen und sich bis auf Tabellenrang 10 vorgekämpft.

Sorgen die "Löwen" auf dem Platz für positive Schlagzeilen, rumort es abseits des Grüns.

Berkant Göktan, vergangene Saison treffsicherster Münchner, ist nach Kokainmissbrauch suspendiert worden. Manager Stefan Reuter schloss eine Rückkehr des Deutsch-Türken kategorisch aus.

Neben dem "Fall Göktan" drückt zusätzlich die lange Verletztenliste bei den "Löwen" aufs Gemüt. Mit Daniel Bierofka, Lars Bender und Danny Schwarz fallen drei Leistungsträger für die komplette Hinrunde aus, Markus Schroth befindet sich noch immer im Aufbautraining.

Mit elf Punkten aus acht Spielen stehen die Hausherren um einen Punkt besser da wie die Gäste aus München. Ob der Langzeitverletzte Gaetano Manno bereits wieder mitwirken kann ist fraglich. Immerhin ist der Deutsch-Italiener seit Mittwoch aber wieder im Training.

Gegen 1860 München zeigte sich Osnabrück vor heimischem Publikum in den vergangenen beiden Spielen gegen 1860 jeweils torhungrig. 3:0 und 3:3 endeten die letzten beiden Vergleiche in der osnatel-ARENA.

Rot-Weiß Oberhausen - 1. FC Kaiserslautern

Die Rollen sind klar verteilt: Oberhausen ist als Tabellenvorletzter akut vom Abstieg bedroht. Kaiserslautern hat sich nach der vergangenen Seuchensaison an der Tabellenspitze festgesetzt und peilt die Rückkehr ins Oberhaus an.

Verschärft wird die Situation aus Oberhausener Sicht bei einem Blick auf den Spielplan: Nürnberg, Aachen, Rostock und Duisburg heißen die kommenden Gegner. Immerhin kehrt Kapitän Benjamin Reichert nach sechsmonatiger Verletzungspause zurück.

Bei Kaiserslautern kommt ein Einsatz von Tobias Sippel und Kai Hesse noch zu früh, dafür steht Anel Dzaka nach seiner Gelbsperre vor der Rückkehr in die Startformation.

Kotysch rückt für den gesperrten Ouattara in die Anfangself.

Freifahrtscheine will FCK-Coach Milan Sasic aber nicht ausstellen, jeder müsse sich seinen Platz erkämpfen: "Kein Spieler ist gesetzt."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel