vergrößernverkleinern
Mike Terranova kam 2006 aus Wattenscheid zu Rot-Weiß Oberhausen © imago

Oberhausen hat wichtigen Boden im Abstiegskampf gutgemacht - dank des wiedergefundenen Torinstinkts eines Aufstiegshelden.

Von Martin Hoffmann

München/Oberhausen - Für den Durchmarsch von Rot-Weiß Oberhausen von der Oberliga in die Zweite Liga steht niemand so sehr wie Mike Terranova.

Mit 21 Treffern schoss der Italiener die "Kleeblätter" in die Regionalliga, mit 17 weiteren in der vergangenen Saison ins Unterhaus - kein Wunder, dass er von den RWO-Fans als "Fußballgott" verehrt wird.

Doch in der Zweiten Liga hatte der Fußballgott Fehlbarkeit demonstriert und war in acht Spielen torlos geblieben.

Ausgerechnet gegen Aufstiegsaspirant Kaiserslautern platzte am Sonntag der Knoten: "Torranova" ist mit seinem Treffer zum 2:1 in der Zweiten Liga angekommen - und mit ihm nun vielleicht auch sein Team.

"Wir können mithalten"

Mit nur sechs Punkten aus acht Spielen waren die Oberhausener vor dem Sieg gegen Lautern Tabellenletzter - mit dem Überraschungserfolg sind sie nun auf den Relegations-Platz 16 vorgerückt.

"Der Sieg war ungemein wichtig. Wir haben wieder gesehen, wir können mithalten", sagte Terranova "Reviersport".

Keine so unwichtige Erkenntnis für den No-Name-Trupp, über dem seit Saisonbeginn die Frage schwebt, ob er in der Liga bestehen kann.

Keine Selbstzweifel

Terranova ist ein typischer Vertreter dieser Mannschaft, die zu einem großen Teil noch aus den Oberliga-Spielern von vor zwei Jahren besteht.

Mit 32 Jahren bestreitet der gebürtige Bochumer erst seine zweite Profi-Saison, seit dem Abstieg mit Wattenscheid 09 1999 war er nur noch in den oberen Amateur-Ligen aktiv.

Dass er nun im Unterhaus neun Anläufe für den ersten Torerfolg gebraucht hat, hat bei ihm aber keine Selbstzweifel hervorgerufen: "Ich fand, ich habe auch vorher gut gespielt."

Gegen Lautern hätte er nur "endlich das Glück auf meiner Seite gehabt".

"Da kommen die kleinen Zwerge"

Terranova schwört sein Team aber darauf ein, dass es nun auch auf fremdem Platz endlich die ersten Punkte braucht.

"Ab und zu muss man auch auswärts was holen", mahnt er - und hat da direkt das anstehende Duell in Nürnberg im Auge.

"Die unterschätzen uns sicher wieder und denken, da kommen die kleinen Zwerge", glaubt Terranova: "Wir wollen zeigen, dass wir das nicht sind."

Lautern will neue Serie starten

Lautern hat das bereits gemerkt - und durch die Niederlage die Chance verpasst, die Tabellenspitze von Freiburg zurückzuerobern.

Das wurmte besonders Srdjan Lakic, den nicht nur wegen seines Tors besten Lauterer Spieler: "Wir sind die bessere Mannschaft, konnten das aber nicht wirklich zeigen."

Lakic richtete den Blick aber gleich wieder nach vorn: "Ich bin sicher, dass wir schon am Mittwoch gegen Osnabrück eine neue Serie starten."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel