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Sie wollen wieder nach ganz oben: Die Lauterer um Sidney Sam © getty

Das Topduell des 10. Spieltags bestreiten Freiburg und Mainz (17.15 Uhr LIVE ). Bei Verfolger Lautern ist der Druck nicht minder groß.

München - Das Duell zwischen Tabellenführer SC Freiburg und dem Dritten FSV Mainz 05 ist der Höhepunkt des zweiten Teil des 10. Spieltags am Mittwoch (ab 17.15 Uhr LIVE ).

Allerdings dürfte es auch in den Verfolger-Duellen hoch her gehen: Allen voran in der Pfalz, wo der 1. FC Kaiserslautern den VfL Osnabrück erwartet.

FCK will Wiedergutmachung

Der Tabellenzweite verlor am Wochenende überraschend bei Rot-Weiß Oberhausen (1:2) und ist auf Wiedergutmachung aus - zumal das Team von Trainer Milan Sasic zwei seiner drei letzten Spiele in den Sand gesetzt hat.

"Im entscheidenden Moment verliert der FCK noch die wichtigen Spiele. In Oberhausen darf man nicht verlieren, wenn man oben dabei sein will", sagte der frühere Trainer Andreas Brehme gegenüber Sport1.de:

In Sachen Aufstieg hält der Weltmeister von 1990 aber dennoch vieles für möglich: "Der FCK wird einen sehr langen Atem haben. Das wird sehr interessant."

Wollitz beklagt Ideenlosigkeit

Dass nun Osnabrück kommt, das gegen 1860 München eine 0:2-Heimniederlage einstecken musste, erleichtert das Vorhaben womöglich. Denn saisonübergreifend hat der VfL nun schon seit neun Zweitliga-Partien auswärts nicht mehr gewonnen. "Uns fehlen die Ideen", klagt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

SC Freiburg - FSV Mainz 05

Noch geben sie sich ruhig in Mainz- wenngleich das 0:0 zuletzt gegen Duisburg das zweite Match hintereinander ohne Torerfolg war. Ein ungewohntes Bild für den drittbesten Angriff der Liga.

Mehr noch: Während die Freiburger zu Hause bislang eine weiße Weste haben und mit nur einem Gegentreffer die beste Heimabwehr der Liga stellen, holten die Mainzer in den letzten beiden Partien nur einen Punkt und rutschten auf den dritten Rang ab.

"Wir spielen im Moment zu viele lange Bälle", moniert Jörn Andersen die jüngst eher unkreativen Auftritte. Doch weder davon, noch von der ersten Saisonpleite in der Vorwoche in Aachen (0:2) will sich der FSV-Trainer ins Bockshorn jagen lassen.

Noch kein Mainzer Sieg in Liga zwei

Allerdings: In der 2. Liga ist den 05ern über Freiburg noch nie ein Sieg geglückt, letzte Saison hieß es daheim 1:1. Eine Klasse darüber jedoch stand vor drei Jahren ein 2:1 zu Buche.

Fehlen werden nun Bo Svensson, Christian Demirtas, Marco Rose, Chadli Amri und Daniel Gunkel.

Auf den zurückgekehrten Andreas Glockner vertrauen dürften dagegen wohl wieder die Freiburger: Der Mittelfeld-Mann, der bisher nur Kurzeinsätze eingeräumt bekam, befindet sich im Aufwärtstrend, besorgte beim 3:0 in Ahlen mit einem sehenswerten Freistoß den zweiten Treffer.

Eine Empfehlung, mit der Glockner möglicherweise auf der rechten Seite Tommy Bechmann verdrängt haben könnte. So oder so nimmt SC-Coach Robin Dutt den Tabellenführer in die Pflicht: "Das sollte uns wieder viel Selbstvertrauen geben", meinte er im Anschluss an das Ahlen-Match nach zwei vorangegangenen Auswärtsniederlagen.

MSV Duisburg - FC St. Pauli:

Duisburg hat nur eines seiner letzten fünf Spiele verloren (drei Siege, ein Unentschieden). St. Pauli hat saisonübergreifend sieben Zweitliga-Auswärtsspiele in Folge verpatzt. Unabhängig vom 0:0 des MSV gegen Mainz: Es könnte wieder torreich werden in der Wedau, wo das Team von Trainer Rudi Bommer zuletzt ein 6:1 gegen Ingolstadt feierte.

Marcel Herzog bleibt derweil bis zur Winterpause im Tor. Der wieder genesene Stammkeeper Tom Starke muss auf der Ersatzbank Platz nehmen. "Marcel hat sportlich überzeugt. Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern", sagt Bommer. Starke reagiert verärgert auf die Verbannung auf die Ersatzbank. "Ich bin stinksauer", so der 27-Jährige.

Pauli wiederum, nach dem 2:0 über Wehen Wiesbaden auch im fünften Heimspiel ungeschlagen, will eine scharze Serie bechen: Der letzte Auswärtserfolg datiert vom 11. April (3:1 gegen Wehen Wiesbaden). Florian Lechner, Thomas Meggle (beide Reha) und Fabio Morena (Aufbautrainng) müssen passen.

1860 München - TuS Koblenz:

Koblenz wartet in dieser Saison zwar noch auf seinen ersten Auswärtserfolg - und war bisher zweimal zu Gast bei den 60ern. Letzte Saison gab es ein 2:2, im Jahr davor gewannen die "Sechzger" mit 2:1.

Keine leichte Aufgabe für die TuS: Allerdings beschreibt Trainer Uwe Rapolder das 1:1 zuletzt gegen Nürnberg als "gefühlten Sieg". Was verständlich ist angesichts des historischen 0:9-Debakels vorher in Rostock.

Die im Aufwind befindlichen Münchner (jetzt schon Neunter) sind seit vier Spielen ungeschlagen und haben ihre letzten drei Partien überzeugend gewonnen. Schwer wiegen jedoch nach wie vor die Ausfälle von Daniel Bierofka (Bandscheiben-OP), Lars Bender (Syndesmoseriss) und Danny Schwarz (Knie-OP).

1. FC Nürnberg - Rot-Weiß Oberhausen:

Nürnberg hat nur eines seiner vergangenen acht Spiele siegreich gestaltet. Insofern aberkannte Trainer Michael Oenning seinem Team einmal mehr das Prädikat einer Spitzenmannschaft" nach dem 1:1 in Koblenz.

Immerhin. Peer Kluge steht nach seiner Erkrankung wohl wieder zur Verfügung, könnte Jawhar Mnari aus der Startelf verdrängen.

Das auswärts in dieser Saison noch punktlose Oberhausen wiederum hat nur die letzte von bislang vier Auswärtsbegegnungen in Nürnberg gewonnen (3:1 am 16. Mai 2004).

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