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Chong Tese (l.) kam vor der Saison aus der ersten japanischen Liga zum VfL Bochum © getty

Bochums Nordkoreaner Tese erweist sich im ersten Spiel als Volltreffer. Mit zwei Kopfballtreffern legt er die Basis für den Sieg.

Bochum - Der Nordkoreaner Chong Tese hat Absteiger VfL Bochum nach dem blamablen K.o. im DFB-Pokal einen erfolgreichen Auftakt beschert (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle).

Der WM-Teilnehmer, der in Südafrika als "Wayne Rooney von Asien" bekannt geworden war, erzielte beim 3:2 (2:1)-Sieg des Aufstiegsfavoriten gegen 1860 München zwei Tore und war überragender Mann auf dem Platz.

Während das Team des neuen Trainers Friedhelm Funkel vor leerer Fantribüne im heimischen Rewirpower-Stadion mit dem ersten Heimsieg seit dem 13. Februar (2:1 gegen Hoffenheim) eine Negativserie von 13 Spielen in Folge ohne Sieg beendete, müssen die Löwen auch nach der Rückkehr von Trainer Reiner Maurer auf den ersten Dreier ihrer Klubgeschichte in Bochum warten.

Federico bringt VfL in Front

Acht Tage nach dem 0:3 im Pokal beim Drittligisten Kickers Offenbach überzeugten neben Stürmer Tese auch die übrigen VfL-Neuzugänge.

Das 1:0 erzielte Giovanni Federico (13.), bevor der erste Nordkoreaner im deutschen Profifußball nach dem 1:1 der Gäste durch Djordje Rakic (22.) in der 38. und 46. Minute erfolgreich war.

In Faton Toski (beim 1:0) und Björn Kopplin (2:1) bereiteten zudem zwei weitere Neulinge Bochumer Treffer vor.

Dass der VfL nach dem Anschlusstreffer durch Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth (59.) noch zittern musste, lag vor allem an der schwachen Bochumer Abwehr.

Aigner: Kein Gespräch mit VfB

Bei Lauths Tor zeigte auf Seiten der "Löwen" Stefan Aigner, warum er derzeit beim VfB Stuttgart als Neuzugang im Gespräch ist. Mit einem mustergültigen Flankenlauf bereitete er den Treffer vor.

Einen Verhandlungstermin mit VfB-Sportdirektor Fredi Bobic am Dienstag dementierte der 23-Jährige allerdings bei SPORT1.

"Wir sind dreimal einem Rückstand hinterhergelaufen und haben dabei Moral bewiesen. Am Ende war das aber zu wenig", ärgerte sich Aigner nach dem Spiel.

Osttribüne gesperrt

Nachdem die Osttribüne der Bochumer Arena wegen der schweren Ausschreitungen im Anschluss an den sechsten Bundesliga-Abstieg gesperrt worden war, sahen nur 12.118 Zuschauer das erste Zweitliga-Spiel des VfL seit 2006.

Dabei hielten die Gäste über weite Strecken gut mit, zogen aber am Ende wegen der bärenstarken Offensive der Bochumer den Kürzeren.

Auch der Ex-Wolfsburger Mahir Saglik, der neben Tese stürmte, hinterließ einen ordentlichen Eindruck.

Beste 1860-Spieler waren Moritz Leitner und mit Abstrichen Rakic. Bei den Bochumern ragte neben Tese der Ex-Frankfurter Toski heraus.

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