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Valeri Domovchiyski (2.v.r.) erzielte letzte Saison fünf Pflichtspieltore © getty

Der Bundesliga-Absteiger gewinnt sein zweites Spiel und feiert einen perfekten Start. Die Berliner nutzen ihre Chancen eiskalt.

Düsseldorf - Hertha BSC hat auf dem angepeilten Rückweg in die Bundesliga die erste Auswärtshürde genommen.

Der Absteiger gewann verdient mit 2:1 (2:0) bei Fortuna Düsseldorf.

Die Gastgeber stehen nach dem 0:2 bei Energie Cottbus zum Saisonauftakt nach zwei Spieltagen noch ohne Punkt da. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Nach einer starken Anfangsphase der Hausherren machten Rob Friend (25.) und Valeri Domovchiyski (30.) den Erfolg der Mannschaft von Trainer Markus Babbel noch vor der Pause perfekt.

Düsseldorf konnte in der 81. Minute durch einen fulminanten Fernschuss des Brasilianers Wellington nur noch verkürzen und verlor zudem Thomas Bröker in der Nachspielzeit mit einer Gelb-Roten Karte wegen unsportlichen Verhaltens.

Erste Heimpleite seit April 2009

"Wir haben die Tore gemacht, das war klasse. Aber gut Fußball gespielt haben wir heute nicht", merkte Hertha-Trainer Markus Babbel im Gespräch mit SPORT1 kritisch an.

Immerhin beendete die Hertha, die nach dem 3:2 zum Saisonstart gegen Rot-Weiß Oberhausen mit sechs Punkten punktgleich mit Tabellenführer MSV Duisburg in der Spitzengruppe rangiert, die imposante Heimserie der Rheinländer.

Die Fortuna war die vergangene Spielzeit vor eigenem Publikum ungeschlagen geblieben und hatte letztmals am 19. April 2009 in der heimischen Arena verloren. Damals beim 0:1 gegen Union Berlin ebenfalls gegen ein Team aus der Haupstadt.

Fortuna startet schwungvoll

Vor 30.629 Zuschauern hatten die Gastgeber bereits in der dritten Minute die erste gute Gelegenheit, als Patrick Zoundi mit einem Kopfball aus kurzer Distanz das Ziel verfehlte. Marco Christ (12.) und Johannes van den Bergh (14.) verpassten anschließend weitere gute Gelegenheiten für die Fortuna, die Hertha in der Anfangsphase nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Nach einem Freistoß von Nikita Rukavytsya gelang dem früheren Gladbacher Friend wie aus heiterem Himmel die Führung für die Gäste, die nach dem 2:0 durch Domovchiyski die Begegnung dominierten.

"Ausschlaggebend war heute die Effektivität. Daran konnte man die Spitzenmannschaft erkennen", analysierte Fortuna-Coach Norbert Meier auf SPORT1, nahm sein Team aber auch in Schutz:

"Wir haben mutig nach vorne gespielt, aber die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit alles getan, deshalb kann man ihr keinen Vorwurf machen."

Aerts sichert die Führung

Nach dem Seitenwechsel bewahrte Herthas Schlussmann Maikel Aerts die Gäste ein ums andere Mal vor dem Anschlusstreffer, unter dem Strich brachte Berlin den Sieg aber souverän über die Zeit.

"Wir haben nicht gut gespielt, aber ich spiele lieber nicht gut und hole drei Punkte als umgekehrt", sagte Aerts SPORT1.

Die beste Chance vor dem 1:2 durch Wellington hatte zuvor Ranisav Jovanovic in der 69. vergeben, der einen Schuss aus rund elf Metern über das Tor setzte.

In den letzten Minuten warfen die Düsseldorfer noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Bröker übertrieb es dabei und sah wegen einer Schwalbe im Berliner Strafraum Gelb-Rot.

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