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Robin Dutt (l.) und Jörn Andersen haben beide Vertrag bis 2010 bei ihren Klubs © getty

Freiburgs Dutt und der Mainzer Andersen treffen am Mittwoch aufeinander. Bei Sport1.de sprechen beide über das Spitzenspiel.

Von Michael Schulz

München - Das Duell zwischen SC Freiburg und Mainz 05 ist der Höhepunkt des 10. Spieltags am Mittwoch (ab 17.15 Uhr LIVE).

Beide Trainer haben ein schweres Erbe angetreten, sind aber aus dem Schatten ihrer Vorgänger Volker Finke und Jürgen Klopp mittlerweile längst herausgetreten

Aktuell ist Robin Dutt mit Freiburg Tabellenführer und Jörn Andersen steht mit den Rheinhessen auf dem 3. Platz.

Partie mit hohem Stellenwert

Im Doppel-Interview mit Sport1.de ordnen Dutt und Andersen die Partie ein, die für beide "einen hohen Stellenwert" besitzt.

Die Statistik spricht für die Breisgauer, doch der Mainzer Coach will eine neue Ära einleiten, "weil ich schon oft in Freiburg gewonnen habe".

Das Trainer-Duo vergleicht beide Vereine miteinander und gibt eine Aufstiegsprognose.

Sport1.de. Welche Bedeutung hat für Sie das Spitzenspiel?

Robin Dutt: Eine hohe, da wir zum einen das erste Mal in der Lage sind durch einen Sieg ein kleines Polster zu haben und zum anderen es auch noch gegen einen direkten Konkurrenten um einen der Aufstiegsplätze geht..

Jörn Andersen: Die Partie hat einen hohen Stellenwert, schließlich spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die aufsteigen möchten und können.

Sport1.de: Sind die beiden Vereine miteinander zu vergleichen, etwa von der Struktur oder Philosophie?

Dutt: Von der Größenordnung ist das durchaus vergleichbar, was in Mainz und Freiburg in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Dass beide Klubs aufgrund der Fans und der Spielphilosophie eine eigenständige Marke im deutschen Fussball bilden, ist eine weitere Gemeinsamkeit.

Andersen: Ich bin zwar erst kurz in Mainz, aber das kann man schon sagen. Beide Vereine sind eher "kleinere" Klubs, arbeiten an der gleichen Denkweise und haben ähnliche Ziele. Freiburg war etwas länger in der Ersten Liga als Mainz, aber beide arbeiten sehr strukturiert und vernünftig. Wir versuchen beide unbedingt in die Bundesliga zu kommen und den Großen dort ein Bein zu stellen.

Sport1.de: Was schätzen Sie an Ihrem Gegenüber?

Dutt: Er ist ein sehr sympathischer Kollege, der immer sehr ruhig, sachlich und unaufgeregt wirkt. Wir verstehen uns sehr gut.

Andersen: Er hat als Nachfolger von der Legende Volker Finke wie ich ein schweres Erbe übernommen. Das ist keine leichte Aufgabe, aber wir sind beide sehr junge und ambitionierte Trainer, die den Offensivfußball bevorzugen. Und solche Trainer setzen sich auf Dauer durch.

Sport1.de: Freiburg ist zu Hause noch ungeschlagen und hat erst einen Gegentreffer kassiert. Wie erklären Sie die Heimstärke?

Dutt: Das ist dem Selbstvertrauen der Mannschaft zuzuschreiben, das mit jedem Erfolgserlebnis größer wird, unterstützt von unseren Fans und den verlässlichen Rahmenbedingungen, sprich Qualität unseres Spielfeldes, was für unsere technisch orientierte Spielweise schon sehr wichtig ist.

Sport1.de: Herr Andersen, Sie haben nach vier Siegen in Folge zuletzt zweimal nicht gewonnen. Wie wollen Sie in Freiburg wieder in die Erfolgsspur zurück?

Andersen: Das ist kein Beinbruch, denn wir hatten mit Aachen und Duisburg zwei schwere Gegner. Außerdem waren wir gegen den MSV die bessere Mannschaft und hätten mit etwas Glück gewonnen. Die Saison ist aber noch lang und wir können nicht jedes Spiel gewinnen.

Sport1.de: Der SC hat noch nie daheim gegen Mainz verloren. Worauf müssen Ihre Spieler achten, damit es auch am Mittwochabend so bleibt?

Dutt: Sie müssen selbstbewusst auftreten und gleichermaßen Respekt vor der Qualität des Gegners haben.

Sport1.de: Und was müssen Ihre Spieler machen, damit diese Negativserie reißt?

Andersen: Freiburg ist eine harte Nuss, aber die Mannschaft liegt uns besser als Aachen und Duisburg. Der SC spielt offensiv nach vorne und dadurch bekommen wir auch Räume. Am Ende wird sich die bessere Mannschaft durchsetzen. Außerdem habe ich schon oft in Freiburg gewonnen und das wirkt!

Sport1.de: Ihre Mannschaft schafft am Saisonende den Aufstieg, weil...

Dutt: ...dieses Team Charakter hat und wir alle daran glauben.

Andersen: ...wir hart für dieses Ziel arbeiten, einen breiten und guten Kader haben. Die Mannschaften mit dieser Qualität werden sich am Ende durchsetzen.

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