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Friedhelm Funkel (M.) ist seit Beginn der Saison Trainer beim VfL Bochum © getty

Derby-Zeit auch in der Zweiten Liga: Oberhausen empfängt nach gutem Start die kriselnden Bochumer und wittert seine Chance.

München - Nicht nur in der Bundesliga ist Derby-Zeit, auch im Unterhaus treffen sich zwei Rivalen aus der direkten Nachbarschaft.

Nur knapp 30 Kilometer trennen Oberhausen und Bochum (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER), in der Tabelle hat sich RWO (6 Punkte) drei Punkte Abstand auf den VfL erarbeitet.

Während bei Oberhausen der Klassenerhalt das Ziel ist, peilen die Bochumer den Wiederaufstieg an. Doch bisher sehen die Vorzeichen anders aus, der VfL hat Respekt vor dem kleinen Nachbarn.

"Oberhausen spielt sehr kompromisslos aus einer kompakten Grundordnung heraus. RWO versucht immer wieder, mit schnellem Spiel in die Spitze zu kommen", warnte Bochums Trainer Friedhelm Funkel vor dem Revier-Nachbarn. (DATENCENTER: Zweite Liga)

Bochum in der Krise

Nach der Heim-Niederlage gegen Augsburg am vergangenen Wochenende hängt beim VfL schon der Haussegen schief.

Torwart Philipp Heerwagen steht nicht erst nach seinem Patzer gegen den FCA heftig in der Kritik, Stürmer Mahir Saglik hat noch nicht getroffen und Hoffnungsträger Chong Tese ist angeschlagen.

Doch Trainer-Routinier Funkel bewahrt die Ruhe. Es gebe keinen Grund, die Nerven zu verlieren, erklärte der 56-Jährige, der weiter auf Heerwagen setzen wird.

"Kleeblätter" wittern die Chance

"Die Mannschaft hat den Frust und die Kritik aufgenommen und in positive Energie umgesetzt. Sie hat sehr intensiv und sehr aggressiv trainiert. Das müssen wir so am Samstag auch so umsetzen", forderte der VfL-Coach.

Die "Kleeblätter" wittern hingegen nach zuletzt zwei Siegen in Folge ihre Chance.

"Wir spielen jetzt gegen einen der Aufstiegsfavoriten. Aber wir kennen das, dass sich die Absteiger oft zu Beginn einer Saison schwer tun", sagt Oberhausens Trainer Hans-Günter Bruns.

"Das wollen wir ausnutzen, zumal uns gegen die großen Teams schon einige Überraschungen gelungen sind."

SPORT1 hat die weiteren Fakten zum vierten Spieltag:

Samstag

(Alle Spiele ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Karlsruher SC - SC Paderborn:

Der Karlsruher SC veranstaltete am vergangenen Spieltag in Cottbus ein Scheibenschießen. Das 5:5 war das torreichste Spiel in der Zweitliga-Geschichte. Mit jeweils einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage weisen die Badener eine ausgeglichene Bilanz auf.

Paderborn schaffte letzte Woche gegen Union den ersten Saisonsieg.

Rot-Weiß Oberhausen - VfL Bochum (beide Sa., 13 Uhr):

Absteiger VfL Bochum musste nach dem Auftaktsieg bei 1860 München zwei Niederlagen einstecken, Oberhausen gelangen zwei Siege in Folge.

Zuletzt trafen beide Mannschaften vor über acht Jahren aufeinander. Am 10. Februar 2002 kassierte Bochum eine 1:6-Pleite in Bochum.

Sonntag

(Alle Spiele ab 13.15 Uhr im im LIVE-TICKER)

Erzgebirge Aue - MSV Duisburg:

Der MSV Duisburg reist als ungeschlagener Spitzenreiter mit einer optimalen Punkteausbeute nach Aue.

Aber auch die Gastgeber legten mit zwei Siegen einen guten Saisonstart hin, verloren aber am letzten Spieltag in Osnabrück (2:3). Ein Heimsieg gegen die "Zebras" gelang Aue zuletzt in der Saison 2003/04 (2:1).

FC Augsburg - VfL Osnabrück:

Der FC Augsburg stellt mit nur einem Gegentor die beste Abwehr der Liga und ist wie Duisburg und Berlin als einziges weiteres Team mit drei Siegen gestartet.

Osnabrück wartet seit dem 22. Januar 1983 auf einen Sieg gegen den Aufstiegsfavoriten.

Fortuna Düsseldorf - 1860 München:

Fortuna Düsseldorf steht als eine von drei Mannschaften noch ohne Punktgewinn da. Zudem stellen die Rheinländer mit nur einem Tor in drei Spielen den schwächsten Angriff der Liga.

Die "Löwen" verloren beide Auswärtsspiele der laufenden Saison in Bochum und Duisburg.

Arminia Bielefeld - FC Ingolstadt 04 (alle So., 13.30 Uhr):

Absteiger Arminia Bielefeld hat in dieser Saison jedes Spiel verloren.

Auch Aufsteiger FC Ingolstadt konnte bislang keinen Punkt erspielen. Zumindest für eine Mannschaft wird diese Serie beim ersten Aufeinandertreffen in einem Punktspiel beendet sein.

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