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Rob Friend (r.) spielte von 2007 bis 2010 für Mönchengladbach in der Bundesliga © getty

Der Ex-Gladbacher erzielt gegen Cottbus sein viertes Saisontor. Die Berliner wahren ihre weiße Weste und bleiben Tabellenführer.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat Verfolger Energie Cottbus abgeschüttelt und die Tabellenführung gefestigt.

Die Elf von Trainer Markus Babbel verbuchte dank eines Treffers von Rob Friend einen 1:0 (0:0)-Sieg im brisanten Ost-Derby in Cottbus und feierte damit den fünften Sieg im sechsten Spiel.

Mit 16 Punkten liegt die Hertha nun drei Punkte vor Cottbus, das seine erste Saisonpleite einstecken musste. (DATENCENTER Zweite Liga: Ergebnisse und Tabelle)

Vor 21.350 Zuschauern im Stadion der Freundschaft fiel die Entscheidung in der 59. Minute.

Ramos legt für Friend auf

Nach einer Flanke von Christian Lell legte Adrian Ramos den Ball mustergültig für Friend auf, der aus kurzer Entfernung seinen vierten Saisontreffer markierte.

Durch den Sieg konnten die Berliner ihre Bilanz gegen den Ost-Rivalen ein wenig aufpolieren, im 13. Meisterschaftsspiel gelang erst der fünfte Sieg.

"Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Wir haben das Spiel kontrolliert und Torchancen erarbeitet", sagte Babbel.

"Cottbus kam nur zu Chancen, wenn wir im Tiefschlaf waren. Meiner Mannschaft muss ich aber vorwerfen, dass sie die Konter nicht gut genug ausgespielt hat."

Kreuzbandriss bei Jiayi Shao?

Die Lausitzer hatten nach der Partie nicht nur die Niederlage, sondern auch eine schlechte Nachricht zu verdauen.

Bei Jiayi Shao wurde ein Kreuzbandriss festgestellt. Das diagnostizierten die Vereinsärzte nach der Partie. Bewahrheitet sich das, dürfte der Profi bis zu sechs Monate ausfallen.

"Das ist eine Tragödie", sagte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Am Wochenende sollen genauere Untersuchungen folgen.

Die Partie analysierte Wollitz so: "Wir haben am Anfang nicht zu unserem Spielfluss gefunden, danach haben wir uns befreit und etwas mehr Mut gezeigt."

Kirschbaum hält Cottbus im Spiel

Im Stile eines Spitzenreiters nahm die Hertha von Beginn das Heft in die Hand.

Doch Rob Friend per Kopf (12.) und Youngster Nico Schulz (32.) fanden in dem Cottbuser Keeper Thorsten Kirschbaum ihren Meister.

Erst kurz vor der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel und durch Emil Jula auch zu den ersten Torchancen (41. und 45.).

Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Beide Mannschaften wollten sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben und suchten die Offensive.

Nach dem Führungstor hatten die Berliner weitere gute Chancen, insbesondere Kirschbaum verhinderte in dieser Phase Schlimmeres.

Keine Zwischenfälle durch Fans

Rund 1000 Polizisten waren bei dem brisanten Duell im Einsatz.

Vor der Begegnung, die als Risikospiel eingestuft worden war, ist es allerdings zu keinen Zwischenfällen gekommen.

Bei Cottbus waren Kirschbaum und Uwe Hünemeier die stärksten Spieler.

Auf Berliner Seite verdienten sich Raffael und Ramos die besten Noten.

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