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Coach Reiner Maurer (r.) ist bei 1860 Nachfolger von Ewald Lienen © xpb

Die "Löwen" wollen gegen Union ihre kleine Serie ausbauen. Doch Maurer warnt vor den Berlinern. Die treten mit einer Notelf an.

Von Nikolai Kube

München - Nicht wenige Münchner tummeln sich am letzten Sonntag des Oktoberfestes auf der Theresienwiese.

Die Spieler von 1860 München müssen sich den Wiesn-Besuch allerdings erst verdienen.

Denn das Team von Trainer Reiner Maurer hat große Pläne, will seine kleine Serie von drei Spielen ohne Niederlage gegen Union Berlin (ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) ausbauen.

"Danach können wir dann mit den Fans die drei Punkte auf der Wiesn feiern", sagt Maurer ganz nach dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen".

Starke Heimbilanz der "Löwen"

Zudem hofft der Coach, dass sich - trotz Oktoberfest - einige Münchner zu einem Besuch in der Allianz Arena entschließen: "Es soll schönes Wetter geben. Da bietet es sich an, zuerst zu den 'Löwen' zu gehen."

Auch weil 1860 beim Derby-Sieg in Augsburg am vergangenen Wochenende Werbung in eigener Sache betrieben hat. "Die Mannschaft hat sich eine gute Kulisse verdient", findet Maurer.

Die Heimbilanz kann sich ebenfalls sehen lassen: Die letzte Heim-Niederlage kassierten die "Löwen" am 4. April beim 1:2 gegen Energie Cottbus. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Leitner wieder fit

Gegner Union Berlin nimmt Maurer keineswegs auf die leichte Schulter.

Vom schwachen Saisonstart der Hauptstädter lässt sich der "Löwen-Dompteur" nicht blenden: "Mit ihrem Remis gegen Hertha und dem Sieg gegen Duisburg haben sie gezeigt, dass sie im Aufwärtstrend sind", so Maurer.

Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Die Einsätze von Aleksandar Ignjovski und Daniel Bierofka sind fraglich und entscheiden sich erst kurz vor dem Spiel.

Youngster Moritz Leitner hat seine Blessuren aus dem Augsburg-Spiel hinter sich gelassen: "Er hat im Training einen guten Eindruck gemacht", lobt Maurer sein Juwel.

Personalnot bei Union

Düsterer sieht es da bei den Berliner aus. Coach Uwe Neuhaus gehen nämlich die Spieler aus, nur 18 Akteure fanden sich zum Teil in der letzten Woche zum Training ein, darunter zwei Oberliga-Amateure.

Bernd Rauw (Innenbanddehnung), Michael Parensen (Innenbandriss) und Kenan Sahin (Fraktur im Fuß) fallen aus, Santi Kolk ist gesperrt. Auch Ahmed Madouni, der sich gegen Duisburg die Schulter geprellt hat, ist wohl zum Zuschauen verdammt.

Neuhaus beruhigt aber die Fans: "Wir werden auf jeden Fall elf Spieler auf den Platz schicken", so der Coach mit einem Augenzwinkern.

SPORT1 hat die Fakten zu den restlichen Spielen des 7. Spieltags der Zweiten Liga.

FSV Frankfurt - Energie Cottbus:

Nach zuvor zwei Niederlagen kehrte Frankfurt zuletzt mit einem 2:0 in Karlsruhe in die Erfolgsspur zurück. In seinen vergangenen fünf Zweitliga-Heimspielen blieb der FSV nur einmal ohne Gegentor.

Nach neun Pflichtspielen ohne Niederlage (inklusive DFB-Pokal) mussten sich die Cottbuser zuletzt Hertha BSC mit 0:1 geschlagen geben und blieben erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg. (Letzte Saison: 0:0 und 0:3)

Erzgebirge Aue - FC Augsburg (alle Sonntag, 13.30 Uhr):

Die seit drei Spielen unbesiegten Gastgeber blieben in sechs Saisonspielen fünfmal ohne Gegentor.

Mit insgesamt drei Gegentreffern stellt Aue, das seine ersten beiden Heimspiele jeweils 1:0 gewonnen hat, die beste Abwehr der Liga.

Augsburg, das zuletzt zwei Begegnungen in Folge verlor, hat von bislang vier Duellen mit Aue nur eines gewonnen.

Hertha BSC Berlin - Alemannia Aachen (Montag, 20.15 Uhr):

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Herthaner haben ihre ersten drei Heimspiele gewonnen. Die Berliner haben von ihren sieben Zweitliga-Heimspielen gegen Aachen nur eines verloren (zwei Siege, vier Unentschieden).

Aachen hat seine letzten beiden Spiele gewonnen. Beim jüngsten 2:0 gegen Paderborn blieben die Aachener erstmals in dieser Spielzeit ohne Gegentor.

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