vergrößernverkleinern
Christian Lell (l.) wechselte zu Saisonbeginn zur Berliner Hertha © imago

Die Hertha will ihre weiße Weste wahren. Zwei Ex-Münchner erklären, wie es geht. Die Alemannia freut sich aufs "größte Highlight".

Von Andreas Kloo

München - Warum etwas Schönes freiwillig aufgeben, woran man sich gewöhnt hat. Das denkt sich Hertha-Coach Markus Babbel in Bezug auf Rang eins.

Schon in seiner Spielerkarriere stand er oft genug auf dem ersten Tabellenplatz.

Mit dem FC Bayern holte er dreimal den Meistertitel, zum Abschluss seiner Karriere hielt er auch beim VfB Stuttgart 2007 die Schale in der Hand.

Und mit den Berlinern hat er in der Zweiten Liga derzeit schon wieder den Platz an der Sonne inne.

Lell will Vorsprung weiter ausbauen

"Wir stehen jetzt da, wo wir am Saisonende stehen wollen. Diesen Platz wollen wir nicht mehr hergeben", gibt er vor dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen (ab 19.45 Uhr LIVE im TV und im TICKER) eine eindeutige Parole aus.

Ähnlich äußert sich ein weiterer Ex-Bayer in der "B.Z.": "Wer 33 Spieltage ganz oben steht und im letzten Spiel abgefangen wird, kann sich dafür nichts kaufen", merkt Christian Lell an.

"Deshalb muss man in jeder Partie noch eine Schippe drauflegen ? und den Vorsprung so immer weiter ausbauen", erklärt der Rechtsverteidiger das Erfolgsgeheimnis.

Auch Lell hat Meistererfahrung, gewann mit den Münchnern 2008 den Titel.

Letzter Alemannia-Punktgewinn vor 21 Jahren

Bislang setzt die Hertha die Siegesmentalität konsequent um und gewann alle drei Heimspiele.(DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Zumindest die Historie lässt an einem vierten Erfolg nicht zweifeln. Als Aachen zuletzt einen Punkt in Berlin holte, stand die Mauer nach. 1989 gelang der Alemannia in der Zweiten Liga ein 1:1.

Freude aufs Erlebnis Olympiastadion

Angst haben die Aachener dennoch nicht vor der Reise nach Berlin.

Ganz im Gegenteil, die Vorfreude ist riesengroß: "Ich denke, da kommen 40.000 Zuschauer. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis", blickt Stürmer Manuel Junglas dem Spiel erwartungsfroh entgegen.

Auch Peter Hyballa ist sich sicher: "Jetzt kommt eins der größten Highlights der Saison."

Hyballa kennt Herthas Schwächen

Der Trainer stellt klar, dass sein Team nicht nur zum Sightseeing in die Hauptstadt kommt: "Wir wollen da was holen. Wir fahren da nicht hin, um nur das Brandenburger Tor zu besichtigen."

Siegchancen sieht er durchaus: "Wie jede Mannschaft der Welt hat auch Hertha ihre Schwächen."

Er setzt dabei vor allem auf die Mentalität seiner Spieler: "Wir haben ein paar Straßenköter in der Mannschaft, die werden sich einmal umgucken und sagen: Ist schön hier, ist ehrwürdig, aber jetzt lasst uns mal anfangen."

Quartett fehlt bei Aachen

Verzichten muss Hyballa dabei allerdings auf die Verletzten Markus Daun, Thorsten Stuckmann, Nico Herzig und Thorsten Burkhardt verzichten. Seyi Olajengbesi kehrt nach seiner Adduktorenzerrung zumindest wieder zurück in den Kader.

Bei der Hertha hebt Babbel die Denkpause für Nikita Rukavytsya wegen dessen Disziplinlosigkeit auf.

Der 17-Jährige Nico Schulz wird aber wohl dennoch wieder für den Australier in der Startelf stehen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel