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St. Pauli feierte in dieser Saison bislang vier Saisonsiege am Millerntor © getty

St. Pauli gegen Nürnberg ist am Sonntag das Duell der Mannschaften der Stunde. Das Überraschungsteam aus Ahlen empfängt Mainz.

Von Julian Ignatowitsch

München - Schaut man auf die Tabelle, liest sich das Duell zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg (ab 13.45Uhr LIVE) nicht allzu spektakulär.

Achter gegen Elfter - scheinbar nur Mittelmaß.

Doch beim zweiten Blick zeigt sich, dass die Partie das heimliche Spitzenspiel des elften Spieltags ist.

St. Pauli ist mit 13 Punkten aus fünf Spielen das zweitbeste Heimteam der Zweiten Liga und hat zudem die letzten beiden Spiele gewonnen.

Auch Nürnberg befindet sich nach den Anlaufschwierigkeiten unter Neu-Trainer Michael Oenning eindeutig im Aufwärtstrend und ist nun schon seit vier Partien ungeschlagen.

"Das wollen wir auch am Millerntor bleiben" stellt Oenning klar und kann seine Vorfreude nicht verbergen: "Nicht nur für die Mannschaft, auch als Fan ist das ein ganz besonderes Erlebnis."

Sport1.de gibt einen Überblick über alle Sonntagsspiele:

Rot Weiss Ahlen ? FSV Mainz 05

Ahlen ist bisher zweifellos das Überraschungsteam der Zweiten Liga. 17 Punkte nach zehn Spielen hätten dem Aufsteiger wohl nur die wenigsten zugetraut.

Zuletzt besiegte Ahlen nun auch noch Alemannia Aachen am gefürchteten Tivoli.

"Im Vergleich zum Auftaktspiel gegen den FSV Frankfurt hat sich meine Mannschaft stetig entwickelt. Mir imponiert das Auftreten der Jungs", lobt Trainer Christian Wück seine Truppe.

Entsprechend hoch ist auch der Respekt des Tabellenzweiten aus Mainz. "Die haben nur vier Punkte weniger als wir und zu Hause gegen Nürnberg und Rostock gepunktet", warnt FSV-Coach Jörn Andersen, der auf den gesperrten Nikolce Noveski verzichten muss.

FC Ingolstadt - SC Freiburg

Durch die 0:1-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 verlor der SC Freiburg unter der Woche die Tabellenführung.

Dennoch sieht Trainer Robin Dutt "die Mannschaft insgesamt weiter auf einem guten Weg."

In Ingolstadt erhofft sich Dutt dieselbe positive Reaktion, die Freiburg nach der Niederlage gegen Nürnberg mit dem Sieg in Ahlen zeigte.

Fraglich ist der Einsatz von Verteidiger Ömer Toprak.

Ingolstadt baut gegen den SC auf seine Heimstärke. Alle drei Saisonsiege holten die Oberbayern im TUJA-Stadion. Stürmer Ersin Demir kehrt voraussichtlich in die Startformation zurück. Nach dem ersten Zu-Null-Spiel in Wehen wird Trainer Thorsten Fink die Abwehr dagegen nicht umbauen.

TuS Koblenz ? MSV Duisburg

Licht und Schatten - bei der TuS Koblenz hat man in dieser Saison schon beides gesehen.

Einem 5:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern folgte eine 0:9-Schlappe bei Hansa Rostock. Konstanz beweist das Team von Uwe Rapolder bisher nur bei den Heimspielen.

Dort ist die TuS noch ungeschlagen. "Wir haben durch unser Publikum zu Hause einfach mehr Trümpfe in der Hand als auswärts", weiß Rapolder - und baut auch gegen Duisburg auf die Unterstützung der Fans.

Beim MSV herrscht nach der 1:2-Heimpleite gegen den FC St. Pauli Katerstimmung. "Die Fehler, die wir bei den Gegentoren gemacht haben, dürfen einer Spitzenmannschaft nicht passieren", ärgerte sich Trainer Rudi Bommer.

Duisburg hat vier Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.

VfL Osnabrück - FC Augsburg

Während sich der FC Augsburg mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen im Aufwind befindet, gab es für den VfL Osnabrück zuletzt zwei Niederlagen in Folge.

"Mit einem Sieg gegen den FCA können wir wieder den Soll-Bereich erreichen. Dazu müssen wir alles abrufen", macht VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz dennoch Mut.

Aktuell trennt den Zwölften Osnabrück ein Punkt von den zwei Rängen schlechter platzierten Schwaben.

Dort erregte Trainer Holger Fach unter der Woche mit seiner Aussage, dass "bis auf Ahlen und Nürnberg alle Mannschaften dort stehen, wo man sie erwartet hat? Aufsehen.

"Wenn Herr Fach meint, der FCA gehört auf Platz 14, dann sind mir seine Ansprüche zu gering", entgegnete Peter Bircks, der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

Rot-Weiß Oberhausen - Hansa Rostock

Hansa reist erstmals zu einem Pflichtspiel an den Rhein-Herne-Kanal nach Oberhausen.

Dort will der Absteiger, der bisher den Erwartungen hinterherhinkt, den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren.

Als Zehnter hat Hansa schon neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Kaiserslautern. Ein Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Orestes und Tobias Rathgeb.

Optimistisch gehen die Oberhausener ins Spiel. "Wir machen es mittlerweile jedem schwer, gegen uns gut auszusehen", sagte Trainer Jürgen Luginger.

Er fügte hinzu: "Drei Punkte für uns." Damit hätte RWO sogar gute Chancen die Abstiegsränge zu verlassen.

Wer steigt auf? Hier mitdiskutieren!

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